Um ein schwer mit Lachstatar beladenes Crostino auf einem frisch gekochten Brunnenkressesuppenspiegel zu platzieren, braucht man eine ruhige Hand oder ein bisschen Übungsmaterial in petto. Irgendwie hatten meine Schiffchen aber allesamt Schlagseite und so wurde selbst nach Montage eines wellenbrechenden Sockels ein B(r)ötchen nach dem anderen von der grünen Brandung verschlungen. Weiterlesen »

Ich hätte jetzt gerne eine Portion Mittelmeer, dazu ein schönes Glas Salzwasser und zum Abschluss ein Stück Alltagsflucht, die doppelte Portion bitte. Die Rechnung übernimmt selbstverständlich mein Traummanagement, übers Kulinarische hinausgehende Kosten lasse ich über meinen Illusionskredit laufen.

Allerdings habe ich gehört, dass das RosaWolken-Kontor in letzter Zeit ziemlich knausrig war, was Spesen und Sehnsuchts-Fördermittel betrifft. Muss ich in Zukunft also auch noch für meine Utopien selbst aufkommen? Dabei bräuchte ich, mit Verlaub, immer noch Urlaub. Eine innere Stimme sagt mir das. Oder ist es der Oktopus, der aus meinem Kühlschrank wispert?
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Weihnachten ist gerade erst mit träger Lässigkeit in die Vergangenheit gerutscht und schon poppen auf allen Seiten massenhaft Ratschläge auf, wie ich die überschüssigen Feiertagspfunde am besten wieder los werde. Für jemanden wie mich, der sich das ganze Jahr über die gebratenen Tauben in den Mund geschoben und mit heißer Schokolade nachgespült hat, klingt das ein wenig lächerlich. Dick werde ich immer noch zwischen Neujahr und Weihnachten – und nicht zwischen Weihnachten und Neujahr.

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Auch wenn es derzeit nicht so aussieht: Es ist Sommer! Ich weiss das, schließlich habe ich ihn ja eingekauft, zusammen mit den roten Paprika und dem Tomatensaft und dem Wodka für die Bloody Marys, wenn schon mal Tomatensaft im Haus ist. Man muss nur ein bisschen Geduld haben, in der Zwischenzeit ein paar Hähnchenspieße probegrillen, dann wird er sich über kurz oder lang wohl zeigen.

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Verregnete Wochenenden sind ein wahrer Segen!

Endlich kann man sich um all die liegen gebliebenen Dinge kümmern, für die man sonst keine Zeit hat, weil doch jetzt Sommer ist und Sommer sein muss und das Verbleiben in den eigenen vier Wänden mit blasser Haut und Ausschluss aus dem sozialen Gefüge geahndet wird.
Bei Regenwetter dagegen lebt man wie unter einer Glasglocke. Die Zeit steht still. Der Terminkalender löst sich in Nichts auf. Eine innere Ruhe macht sich breit. Das Leben ist ein Wattebausch.
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Ich glaube, ich bin wieder im Training.

Angeregt durch den Erfolg der letzten architektonischen Bemühungen, wurde die erste Wassermelone des Jahres ebenfalls zu einem kleinen Kunstwerk verarbeitet. Wer sagt, dass es immer Fetakäse zur Wassermelone sein muss? Der wahrscheinlich meist gepostete Salat 2010 (wer hatte ihn letztes Jahr nicht im Programm?!) ist zwar immer noch ein gern gegessener und schnell zusammengewürfelter Sommerklassiker, aber es gibt durchaus Alternativen, die aus der schnöden Wassermelone ein Maximum an Geschmack herauszukitzeln verstehen. Kaum zu glauben, dass ich das wasserhaltige Kürbisgewächs so lange verschmäht habe.

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Ich habe Fernweh!

Zerrendes, ziependes, monatelang angestautes Fernweh, das sich je nach Gemütslage gen Osten, Süden oder Norden wendet und meine Heimatliebe auf eine harte Probe stellt. Wäre da nicht die Aussicht auf eine ausgedehnte, sonnige Münchner Biergartensaison 2011 nach fast einer Dekade „Schmankerl“-Abstinenz und die tröstenden Oster-Tage in meiner heimlichen Lieblingsstadt Hamburg mit Picknick an der Alster und Schnitzel im Vienna, ich würde mir glatt die Kapuze meines olivgrünen Parkas über den Kopf ziehen.
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Ich habe mir einen Bibliotheksausweis besorgt. Ich dachte, es wäre eine gute Idee, die allmorgendlichen Warte- und Fahrtzeiten zur Arbeit mit einem guten Buch zu überbrücken, denn zum einen ist mir das Gefuchtel mit der Zeitung immer ein bisschen zu kompliziert, zum anderen nerve ich damit meine Mitfahrer (Münchner U-Bahn-Gäste gehören nicht gerade zu den tolerantesten Menschen). Gerade lese ich Haruki Murakami, eines seiner alten Bücher. Ich mag Murakami und ich mag die japanischen Namen, die darin vorkommen. Watanabe. Naoko. Kizuki. Nawasaki. Suzuki. Ach nein, das war ja das Auto (auf das Autothema bin ich derzeit nicht gut zu sprechen).
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Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Foto vom Tegernsee stehen, als kleine Einstimmung auf das folgende Gericht. Im Kopf war der Post schon so wunderbar vorbereitet. See und Seesaibling und soweiterundsofort… Ihr wisst schon. Dann ereilte mich hinterrücks der postexzessive Alzheimer. Und am Sonntag ist auch im touristenüberströmtem Tegernsee keine Knipse aufzutreiben.

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… murmelt H. neben mir im Halbschlaf, während ich noch an einem Wortspiel feile, irgendetwas Geistreiches/Holpriges mit miesem Wetter und miesen Muscheln. Dabei haben die Miesmuscheln in Weißweinsud genau gegenteilig geschmeckt. Zum Reinlegen gut.
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