Ich weiß, es ist nur ein schnödes Omelette und fast wage ich es nicht, die Zubereitung desselbigen als Kochen zu bezeichnen. Immerhin, man braucht dazu eine Feuerstelle, einen guten Käse und ein paar frische Kräuter. Ich brauche dazu außerdem eine große rote Zwiebel, eine Hand voll Strauchtomaten und einen ordentlichen Muskel-/Alltagskater. Nichts fühlt sich dann besser an als ein proteingefüllter Arbeitsspeicher und ein beglückter Gaumen.

Was ist heute für ein Tag? Ich sag’s euch: Ekelwetter-Tag. Das ist traditionell der Tag, an dem man sich schon morgens ein dickes Stück Schokolade in den Mund schiebt, um den Serotoninspiegel hochzujagen. Heute trage ich außerdem meine gelbe Kullerkette, um die fehlende Sonne modisch auszugleichen. 22 kleine Sonnen baumeln nun schwer an meinem Hals und erinnern mich daran, dass wir dieses Jahr auch schon ein paar schöne Tage hatten.
Heute allerdings scheint sich eine ungewaschene Gardine über den Himmel gelegt zu haben.
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Draußen tobt der Winter nach allen Regeln der Kunst, da darf das Essen ruhig ein bisschen nach Sommer schmecken. Obwohl, Pilze sind ja eigentlich eher eine herbstliche Angelegenheit. Nennen wir es also „Jahreszeiten-Fusion“. Dazu passt dann ganz klar ein frühlingsfrischer Blattsalat, irgendwas mit Babyspinat, Löwenzahn und Rucola.
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‘Schuldigung, aber könnt ihr mir vielleicht kurz sagen, welche Jahreszeit gerade ist? Irgendwie scheine ich total das Gefühl dafür verloren zu haben, denn ich vergreife mich ständig bei der Wahl der richtigen Ober- und Unterbekleidung. Auch mein Bauch hat beim Wetter-Pingpong der letzten Wochen seinen 7. Sinn eingebüßt und ist chronisch unentschieden: Heute knackig-frischer Salat – oder doch lieber wohlig wärmendes Soulfood? Da kann es schon mal passieren, dass ich den Lachs spontan zu Sushi verarbeitete, aus dem Kopfsalat eine Suppe koche oder den Obstkorb in den Backofen schiebe – natürlich nicht, ohne vorher das störende Flechtwerk zu entfernen.
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Ein Virus geht gerade um, gottseidank einer von den guten. Seine volle Schlagkraft entwickelt er bei Temperaturen unter 5°, mit Vorliebe bei Nieselregen und Matschwetter. Widerstand ist natürlich zwecklos, was in diesem ganz speziellen Fall aber nicht in tagelanger Bettlägrigkeit, sondern in einem wunderbaren Wintergericht endet.
Für gute Freunde, die Freitag Nachmittag spontan ihren Wochenendbesuch ankündigen, bereits ausgeklügelte Arbeits- und Freizeitpläne über den Haufen werfen, kulturelle wie intellektuelle Ansprüche stellen und einen Rattenschwanz an Programmpunkten nach sich ziehen…. gibt es bei mir immer einen freien Platz in der Gästeritze und eine offene (Kühlschrank-) Tür.
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Warum heute nicht mal ein Geheimnis lüften? Ich fühle mich gerade danach. In letzter Zeit muss ich nämlich des öfteren erklären, wieso meine Fotos inzwischen so… anders sind. Meist antworte ich mit nahe liegenden Erklärungen wie: Festbrennweite, ein bisschen Requisite, der Lernprozess, der nach eineinhalb Jahren Foodbloggerei endlich eingesetzt hat. Die Wahrheit aber ist: Ich fotografiere nur noch bei Tageslicht. Selbst wenn ich dafür um 6 Uhr morgens aufstehen und WanTans frittieren muss.
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Ein Tagesausflug raus aufs Land und in den sonnenverwöhnten Garten meiner Eltern füllte am Wochenende den Kühlschrank mit kulinarischen Erstaunlichkeiten aus Mutter Naturs Speisekammer. Bepackt mit Schere, Eimer und Plastikbeuteln schnitt ich Hagebutten von widerspenstigen Sträuchern, krabbelte auf Knien durchs Blumenbeet oder hangelte mich durch Gestrüpp und Gesträuch, um die letzten Holunderbeeren dieses überraschend goldenen Herbstes zu erhaschen.
Heute habe ich nach langer Zeit einen teuren Freund wiedergetroffen. Wir waren eigentlich gar nicht verabredet, denn in letzter Zeit bin ich vorzugsweise überall und nirgendwo. Der Zufall führte uns zusammen, als ich nach der Arbeit noch schnell am Sendlinger Tor vorbeikam. Und dort, an der Ecke mit dem Gemüseladen, an der Einflugschneise zum Glockenbachviertel, liefen wir uns über den Weg.
Lange Jahre dachte ich, ich sei kein besonders suchtgefährdeter Mensch. Ich mache mir nichts aus harten Drogen. Ich betrinke mich nur gelegentlich. Das Rauchen habe ich mit 21 Jahren aufgegeben. Die Zeiten, in denen 300 g Milka Schoko&Keks eine Zwischenmahlzeit waren, sind längst vorbei.
Es gibt allerdings einen Problemstoff. Man merkt ihm sein Gefahrenpotential nicht an, zumal der Schleier des Gesundheitsversprechens über ihm liegt.Angeblich sollen Kürbiskerne unglaublich gut gegen Mädchenbeschwerden helfen, die mich in der kälteren Jahreszeit regelmäßig ins Bett zwingen.














