Mein Gemüsehändler führt seit neuestem Retro-Möhren. Ganz im Stil der 70er Jahre gehalten, sind die kultigen Karotten in knackigem Orange mit violetter Umrandung ein wunderbarer Eye-Catcher für mein Après-Messe-Dinner und zaubern in Windeseile nostalgisches Pop Art-Flair in meinen facettenreichen Wildkräutersalat.
Farblicher Kontrast zur grünen Basis: Zartes Lammfilet in cremigem Nussbraun mit leichtem Rosé-Schimmer. Die wohl dosierten granatapfelroten Tupfer nehmen dem graphisch durchkonzipierten Teller seine optische Strenge und sorgen für das perfekte Dinner – natürlich nur stilecht auf einem original Fiberglass Eames Side Chair DSW.
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Wie war ich früher neidisch, wenn meine Grundschul-Klassenkameradinnen mit selbstgenähten Klamotten zum Unterricht kamen. Selbstgenäht von Mutti natürlich, auf der Nähmaschine, nach dem neuesten Burda-Schnittmuster. Meine Mama dagegen konnte großartig kochen. Nähen konnte sie nicht so gut.
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Kann denn Grillen Sünde sein? Nicht, wenn man einen Garten hat. Aber wenn man auf dem französischen Balkon Auberginen, Frühlingszwiebeln und Lamm für Zwei brät und der nächste Balkon 5 Meter weiter beginnt, dann kann das schon mal unangenehm werden. Für die Nachbarn natürlich, nicht für uns.
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Ein Abend mit Anna


Neulich kam meine Freundin Anna zu Besuch und brachte mein neues Outfit für den Sommer, ein wenig Klatsch&Tratsch und eine Flasche meines Lieblings-Rieslings vom Weingut Winter mit. Den Wein verdanke ich einem glücklichen Griff ins Regal, die Klamotten Annas talentiertem Händchen. Anna ist Modedesignerin, ich passionierte Weintrinkerin. Wir ergänzen uns also prima!
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DAS hier war unser gestriges Ostermahl:

Lammcarré unter der Oliven-Bärlauchkruste mit Zitronen-Rosmarin-Kartoffeln und Thymian-Pepperonata. Wie man sieht, ist meine Beilagenauswahl deutlich von Redundanz geprägt, beim Lamm wagten H. und ich dafür ein kleines Experiment und kochten das Rezept von Robert nach. Alles in allem ein mittelschwerer Akt, vor allem bei den Mengen – acht Esser plus Oma -, im Doppelpack jedoch ganz gut zu bewältigen.
Im Gegensatz zu mir hält H. sich haargenau an Zubereitungsschritte und Zutatenliste; einzig und allein etwas Bärlauch durfte ich in die Oliven-Sardellen-Paste schmuggeln (hat dem Fleisch den Extrapfiff gegeben).

Bleibt noch zu sagen, dass alle „ganz angetan“ waren und wirklich kein Fitzelchen übrig blieb. Ich persönlich hätte den sehr reduzierten Madeirajus nicht unbedingt gebraucht, was eine kleine Diskussion über die deutsch-französische Saucenkultur – im Gegensatz zum saucenarmen Italien – hervorrief. Aber wenn’s schee macht….
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