Auch wenn mir der dicke Mantel allmählich auf die Schultern und der graue Himmel aufs Gemüt drückt: Meinem Appeit kommt die späte Kältewelle nicht ganz ungelegen, habe ich doch so noch ein wenig länger etwas von meinem Lieblingsgemüse: den Puntarelle.
Weiterlesen »

Ein Virus geht gerade um, gottseidank einer von den guten. Seine volle Schlagkraft entwickelt er bei Temperaturen unter 5°, mit Vorliebe bei Nieselregen und Matschwetter. Widerstand ist natürlich zwecklos, was in diesem ganz speziellen Fall aber nicht in tagelanger Bettlägrigkeit, sondern in einem wunderbaren Wintergericht endet.

Weiterlesen »

Das Göttliche hat einen neuen Namen und es hat ein anderes Wort aus meinem Vokabular verdrängt, von dem ich in letzter Zeit ohnehin immer seltener Gebraucht gemacht habe: Fettarm.

Das neue Wort heisst „Lardo“, ist weiß wie die Unschuld und zart wie Blattgold. Wie also soll etwas so Wunderbares böse sein, frage ich mich, blende die nackten Tatsachen aus und belege erst meine Zunge, dann Fenchel, Pilze und den in Rosmarin eingelegten und soeben mit ordentlich Feuer kurz angebratenen Kaninchenrücken mit den hauchdünnen, fast schon durchsichtigen Lagen. Lagen weißen Fetts.

Weiterlesen »

Mein Name ist Franco. Castel Franco.

Heute habe ich nach langer Zeit einen teuren Freund wiedergetroffen. Wir waren eigentlich gar nicht verabredet, denn in letzter Zeit bin ich vorzugsweise überall und nirgendwo. Der Zufall führte uns zusammen, als ich nach der Arbeit noch schnell am Sendlinger Tor vorbeikam. Und dort, an der Ecke mit dem Gemüseladen, an der Einflugschneise zum Glockenbachviertel, liefen wir uns über den Weg.

Weiterlesen »

In diesem Risotto-Post taucht weder das Wort „schlotzig“ auf noch wird dafür in einem ersten Arbeitsschritt ein Suppenhuhn ausgekocht. Denn ihr wisst ja, ich koche nur mit Wasser. Manchmal auch mit Chili.

Traditionalisten sollten ebenfalls weiterklicken. Das Rezept für Risotto „Habanero“ ist alles andere als ein Klassiker, sondern die Folge einer schleichenden Risottoermüdungserscheinung, gepaart mit dem Wunsch nach – äh, ja – Risotto. Das klingt unlogisch, ist aber so!
Weiterlesen »

Manche Rezepte sind zu schön, um wahr zu sein. Vegetarisch und trotzdem deftig, raffiniert aber (relativ) einfach zuzubereiten, köstlich frisch aus dem Ofen, schmecken aber auch kalt auf dem Buffet oder im Lunchpaket, dazu vollgepackt mit Serotonin-Magneten und zu allem Überfluss unglaublich gutaussehend. Das beste an solchen Rezepten aber ist: Sie wirken leicht und locker wie ein Obstgarten chemiegesüßter Schaumquark –  BEI NUR 2.000 KALORIEN!!

Das ist dann aber auch egal, denn wer denkt bei diesen Parmesan-Oliven-Tartelettes schon an etwas so Irrelevantes wie die Energiebilanz?! Viel wichtiger ist doch, dass die Genussbilanz stimmt. Und das, liebe Leser und Leserinnen, tut sie hier. Dafür stehe ich mit meinem Namen.

Weiterlesen »

Es sieht so aus, als hätten wir es bald geschafft. Peu à peu wird der Wetterfrosch diese Woche die Sprossen seiner hölzernen Leiter erklimmen und uns die ersten frühlingshaften Tage bescheren. Dass die Leiter nach dem langen, harten Winter ein wenig morsch geworden ist und der arme Quaker deshalb einbrechen und auf halber Strecke wieder abstürzen wird, war natürlich klar. Ich schlage vor, wir legen alle zusammen und spendieren Kermit einen Kletterkurs. Ich habe nämlich keine Lust mehr auf meinen Wintermantel.

Weiterlesen »

So langsam beschleicht mich das Gefühl, dass wir doch noch dieses Jahr mit der Wohnungseinrichtung fertig werden. Ich wollte es fast nicht glauben, aber H. und ich, so scheint es, werden in wenigen Tagen stolze Besitzer eines wunderschönen neuen Esstisches sein, der groß genug für nette Runden zu sechst oder acht ist. (Wobei “neu“ in diesem Fall eigentlich “alt“ heisst – der Tisch ist ein Fundstück, erspäht bei einer meiner liebsten Trödeladressen). Bislang war das nicht möglich, da unser Küchentisch gerade mal groß genug für 2 gekochte Eier, meinen Obstsalat und H.’s Salami-Sortiment ist.
Weiterlesen »

In einem Anfall von Größenwahn (oder Spontanität) habe ich mich freiwillig zur Teilnahme am Blogevent „Valentinstag kulinarisch“ angemeldet. Danach die Rezeptsuche auf unbekanntes Datum verschoben. Ich wollte warten, bis mich die Kreativität hinterrücks überfällt, aber da hätte ich besser mal auf Godot gewartet, der wäre eher gekommen.

Weiterlesen »

Kennt ihr den? Was muss man sagen, wenn man mit 1,5 Promille von der Polizei aufgehalten wird? Is nicht schwer, man muss sich nur drei simple Wörter merken. Eishockey, Kanufahren und Wirsing: „Ei’s okay, kanufahr’n, wirsehn.“

Ein oller Familienwitz, der natürlich dann am lustigsten ist, wenn man selbst 1,5 Promille hat. Was ich natürlich noch lange NICHT hatte (Achtung Lokalkolorit:”I wo!”). Aber nach Wirsing war mir Sonntagmorgen dann doch nicht zumute. Der Appetit stellte sich erst zur späten Abendstunde wieder ein.
Weiterlesen »