Ein Virus geht gerade um, gottseidank einer von den guten. Seine volle Schlagkraft entwickelt er bei Temperaturen unter 5°, mit Vorliebe bei Nieselregen und Matschwetter. Widerstand ist natürlich zwecklos, was in diesem ganz speziellen Fall aber nicht in tagelanger Bettlägrigkeit, sondern in einem wunderbaren Wintergericht endet.

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In manche Gerichte möchte ich mich am liebsten hineinlegen, mit dem Kopf vorneweg, und dann satt und zufrieden darin untergehen. Mögen die anderen ruhig von Mousse au Chocolat gefüllten Badewannen träumen, ich ertrinke lieber in meinem frisch gekochten Cashew-Curry, die flatternde Korianderfahne in der Hand.
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Die Zeitspanne, in der ich gleichzeitig würzige Steinpilze und saftige Pfirsiche bekomme, ist denkbar kurz. Entweder sind die Pfirsiche längst über alle Berge oder die Steinpilze so unerschwinglich wie Diamanten. Trotzdem habe ich es bisher noch jedes Jahr geschafft, diese beiden Traumkandidaten für meine ganz private Kochshow zu gewinnen.

Dabei ist meine Liebe zu Kochshows ein wenig ambivalent.
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Ein Tagesausflug raus aufs Land und in den sonnenverwöhnten Garten meiner Eltern füllte am Wochenende den Kühlschrank mit kulinarischen Erstaunlichkeiten aus Mutter Naturs Speisekammer. Bepackt mit Schere, Eimer und Plastikbeuteln schnitt ich Hagebutten von widerspenstigen Sträuchern, krabbelte auf Knien durchs Blumenbeet oder hangelte mich durch Gestrüpp und Gesträuch, um die letzten Holunderbeeren dieses überraschend goldenen Herbstes zu erhaschen.

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Irgendwo zwischen Schützenzelt und Achterbahn ist mir gestern meine Stimme abhanden gekommen. Wahrscheinlich hat sie sich bei der letzten Loopingschleife aus dem Staub gemacht oder aber ist in der Radlermaß ersoffen. Einer der vielen, die man braucht, um die Riesenbrez’n runterzuspülen und den ganzen Wies’n-Wahnsinn zu ertragen, dem ich mich – Exilbayerin erst in Giessen, dann Leipzig, später Florenz und irgendwann in Hamburg – jahrelang erfolgreich entzogen habe.

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Mein Name ist Franco. Castel Franco.

Heute habe ich nach langer Zeit einen teuren Freund wiedergetroffen. Wir waren eigentlich gar nicht verabredet, denn in letzter Zeit bin ich vorzugsweise überall und nirgendwo. Der Zufall führte uns zusammen, als ich nach der Arbeit noch schnell am Sendlinger Tor vorbeikam. Und dort, an der Ecke mit dem Gemüseladen, an der Einflugschneise zum Glockenbachviertel, liefen wir uns über den Weg.

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Es gibt Tage, an denen ich mir wünsche, ich wäre etwas anspruchsloser, was die tägliche Nahrungsaufnahme betrifft. Dann verlasse ich das Haus ohne Jutebeutel und Tupperbox, kaufe mir auf dem Weg zur Arbeit beim Hofpfister ein gutes Brot, schmiere zwischen Text 1 und Text 2 Salzbutter und Schnittlauch drauf und bastle mir irgendeinen schnellen Salat dazu.

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Und nun die Wettervorhersage für die kommende Woche: Es wird leicht und lecker, mit einigen wenigen Schau(d)ern, die sich im Verlauf des Tages dank Serotoninnachschub aber wieder verziehen. Die Temperaturen pendeln sich in etwa zwischen 2 und 32 °C ein, wobei mit kleinen (Stimmungs-) Schwankungen zu rechnen ist. Ein Tief gegen Mittag sorgt für temporäre Missmut, ist aber nur von kurzer Dauer. Gegen Nachmittag dann Aufklarung, abends: Hunger!

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Passend zum miesen Wetter gibt es heute ein kleines Trostpflaster in Form von hübsch verpacktem Hüftgold. Dabei sieht man dieser unschudligen Johannisbeertarte weder die Kalorien kräftespendende Wirkung noch die Mühen an, die dahinter stecken. Beim ersten Mal wollte sie mir partout nicht gelingen – beim zweiten Mal war der Trick dann rasch entdeckt.

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Ohne Kirschen wäre die Welt mit Sicherheit ein kleines bisschen trauriger. Sie sind für mich der Inbegriff des Sommers, mehr noch als Erdbeeren, und in gewisser Weise auch die Verkörperung von Freiheit, Abenteuerlust und jugendlicher Unbeschwertheit.

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