Hin und wieder geht auch mal was daneben. Ist aber nicht meine Schuld, ich schwör’s, die Pfanne war’s, das Luder! Rachsüchtig wie ich bin, muss ich sie auch gleich brandmarken, so niedlich sie an meiner Hakenleiste aussehen mag. Da baumelt sie nun mit unschuldiger Miene und tut, als wär nüscht jewesen und ich darf in ein Kohlebrikett beißen.
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Um ein schwer mit Lachstatar beladenes Crostino auf einem frisch gekochten Brunnenkressesuppenspiegel zu platzieren, braucht man eine ruhige Hand oder ein bisschen Übungsmaterial in petto. Irgendwie hatten meine Schiffchen aber allesamt Schlagseite und so wurde selbst nach Montage eines wellenbrechenden Sockels ein B(r)ötchen nach dem anderen von der grünen Brandung verschlungen. Weiterlesen »

Ich weiß, es ist nur ein schnödes Omelette und fast wage ich es nicht, die Zubereitung desselbigen als Kochen zu bezeichnen. Immerhin, man braucht dazu eine Feuerstelle, einen guten Käse und ein paar frische Kräuter. Ich brauche dazu außerdem eine große rote Zwiebel, eine Hand voll Strauchtomaten und einen ordentlichen Muskel-/Alltagskater. Nichts fühlt sich dann besser an als ein proteingefüllter Arbeitsspeicher und ein beglückter Gaumen.

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Auch wenn mir der dicke Mantel allmählich auf die Schultern und der graue Himmel aufs Gemüt drückt: Meinem Appeit kommt die späte Kältewelle nicht ganz ungelegen, habe ich doch so noch ein wenig länger etwas von meinem Lieblingsgemüse: den Puntarelle.
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ICH mag doch keinen Sellerie! Und Fertigdressings schon gleich dreimal nicht. Wie also kommt es, dass ich auf einmal Heißhunger auf Waldorfsalat mit Emils Walnussdressing habe? Riecht verdächtig nach Sabotage, Bestechung oder einfach nur Faulheit ….
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Zur Zeit spiele ich morgens unter der Dusche Stadt, Land, Fluss, die kulinarische Variante. Das bringt schon in der Nasszelle die grauen Zellen auf Trab und macht mich fitter als Espresso. Seit H.’s Auszug Anfang Januar hab ich es ja leider immer noch nicht geschafft, ein neues Badradio zu besorgen, um mich wie gewohnt von harten Gitarrenriffs aus dem Land der Träume reißen zu lassen.
Schöner Nebeneffekt dieser eher sanften Aufwach-Variante: Man bekommt bereits vor dem Frühstück eine Vorstellung davon, wie das Abendessen aussehen könnte.
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Für dieses Gericht braucht man vor allem gutes Rinderfilet, eine hohe Schärfetoleranz und einen Asia-Laden, dessen Thai-Basilikum nicht von Blattläusen befallen ist. Der Rest ist eine Frage der Geduld. Daran mangelt es meist, wenn ich Appetit auf das Cashew-Chili-Rind habe, weil der Hunger zu diesem Zeitpunkt schon bis in den Himmel gewachsen ist.

Dieses Mal scheiterte es allerdings eher am Läuse-Boykott.
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Mein Gemüsehändler führt seit neuestem Retro-Möhren. Ganz im Stil der 70er Jahre gehalten, sind die kultigen Karotten in knackigem Orange mit violetter Umrandung ein wunderbarer Eye-Catcher für mein Après-Messe-Dinner und zaubern in Windeseile nostalgisches Pop Art-Flair in meinen facettenreichen Wildkräutersalat.
Farblicher Kontrast zur grünen Basis: Zartes Lammfilet in cremigem Nussbraun mit leichtem Rosé-Schimmer. Die wohl dosierten granatapfelroten Tupfer nehmen dem graphisch durchkonzipierten Teller seine optische Strenge und sorgen für das perfekte Dinner – natürlich nur stilecht auf einem original Fiberglass Eames Side Chair DSW.
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In manche Gerichte möchte ich mich am liebsten hineinlegen, mit dem Kopf vorneweg, und dann satt und zufrieden darin untergehen. Mögen die anderen ruhig von Mousse au Chocolat gefüllten Badewannen träumen, ich ertrinke lieber in meinem frisch gekochten Cashew-Curry, die flatternde Korianderfahne in der Hand.
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Es nieselt feucht. Und es feuchtelt mies. Heute morgen war selbst mit hochgeklappter Mönchskapuze der grau-trüben Nebelsuppe nicht beizukommen, obwohl mir der Schal bis zu den Ohren stand. Demnächst muss ich wohl meine Skibrille rauskramen, wenn ich trockenen Auges im Büro ankommen will.

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