
Was ist heute für ein Tag? Ich sag’s euch: Ekelwetter-Tag. Das ist traditionell der Tag, an dem man sich schon morgens ein dickes Stück Schokolade in den Mund schiebt, um den Serotoninspiegel hochzujagen. Heute trage ich außerdem meine gelbe Kullerkette, um die fehlende Sonne modisch auszugleichen. 22 kleine Sonnen baumeln nun schwer an meinem Hals und erinnern mich daran, dass wir dieses Jahr auch schon ein paar schöne Tage hatten.
Heute allerdings scheint sich eine ungewaschene Gardine über den Himmel gelegt zu haben.
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ICH mag doch keinen Sellerie! Und Fertigdressings schon gleich dreimal nicht. Wie also kommt es, dass ich auf einmal Heißhunger auf Waldorfsalat mit Emils Walnussdressing habe? Riecht verdächtig nach Sabotage, Bestechung oder einfach nur Faulheit ….
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Nee, nix Campari. Das da in der Flasche ist sauer statt bitter und außerdem echte Eigenproduktion: selbst angesetzter Granatapfelessig – alkoholfrei, fruchtig und vielseitig verwendbar. Zum Beispiel könnte ich ihn problemlos wie Campari trinken, pur und in kleinen, genussvollen Schlucken. Soll ja unglaublich gesund sein, so eine (Granat-)Apfelessig-Kur, und am besten fängt man damit gleich nach Aschermittwoch an, passend zur Fastenzeit.
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Ausgemachte Frostbeulen sollten in diesen Tagen auf hausgemachte Leckereien setzen. Wer will bei diesem Wetter schon den Fuß vor die Tür setzen? Es sei denn natürlich, die Sonne zeigt sich auf so charmante Weise wie heute. Dann darf der Kilometer-Schal zeigen, was ‘ne Wolle ist und die Fäustlinge werden geballt. Hauptsache, die Augen bleiben frei für das Winter-Wonderland und die Kürbisauslage beim Gemüsemann, der sich hinter dicken schweren Plastikplanen verschanzt hat.
Mein Gemüsehändler führt seit neuestem Retro-Möhren. Ganz im Stil der 70er Jahre gehalten, sind die kultigen Karotten in knackigem Orange mit violetter Umrandung ein wunderbarer Eye-Catcher für mein Après-Messe-Dinner und zaubern in Windeseile nostalgisches Pop Art-Flair in meinen facettenreichen Wildkräutersalat.
Farblicher Kontrast zur grünen Basis: Zartes Lammfilet in cremigem Nussbraun mit leichtem Rosé-Schimmer. Die wohl dosierten granatapfelroten Tupfer nehmen dem graphisch durchkonzipierten Teller seine optische Strenge und sorgen für das perfekte Dinner – natürlich nur stilecht auf einem original Fiberglass Eames Side Chair DSW.
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‘Schuldigung, aber könnt ihr mir vielleicht kurz sagen, welche Jahreszeit gerade ist? Irgendwie scheine ich total das Gefühl dafür verloren zu haben, denn ich vergreife mich ständig bei der Wahl der richtigen Ober- und Unterbekleidung. Auch mein Bauch hat beim Wetter-Pingpong der letzten Wochen seinen 7. Sinn eingebüßt und ist chronisch unentschieden: Heute knackig-frischer Salat – oder doch lieber wohlig wärmendes Soulfood? Da kann es schon mal passieren, dass ich den Lachs spontan zu Sushi verarbeitete, aus dem Kopfsalat eine Suppe koche oder den Obstkorb in den Backofen schiebe – natürlich nicht, ohne vorher das störende Flechtwerk zu entfernen.
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Weihnachten ist gerade erst mit träger Lässigkeit in die Vergangenheit gerutscht und schon poppen auf allen Seiten massenhaft Ratschläge auf, wie ich die überschüssigen Feiertagspfunde am besten wieder los werde. Für jemanden wie mich, der sich das ganze Jahr über die gebratenen Tauben in den Mund geschoben und mit heißer Schokolade nachgespült hat, klingt das ein wenig lächerlich. Dick werde ich immer noch zwischen Neujahr und Weihnachten – und nicht zwischen Weihnachten und Neujahr.
Weihnachtseinkäufe am 23. Dezember? Das hört sich eindeutig nach Purgatorium an. Leider ist mein Geschenke-Timing echt miserabel und dieses Jahr ganz besonders schlimm. Bleibt also nur noch der Kampf mit den Menschenmassen, der Amazon Expressversand oder die Do-it-yourself-Strategie.
Bananentarte?
Aber da ist doch auch Mango drauf, werdet ihr jetzt Einspruch erheben. Ihr habt auch vollkommen recht. Dass an der „Feinen Bananentarte mit Limetten“ aus dem wunderbaren Kochbuch von Valérie L’Homme fruchttechnisch herumgebastelt wurde, lag allerdings einzig und allein an dem Umstand, dass ich nicht genug Bananen im Haus hatte. Eigentlich habe ich ja nie Bananen im Haus, weil Bananen bei mir mit 100-prozentiger Sicherheit schneller braun werden als ich gucken kann. Höchstens die kleinen kaufe ich gelegentlich, die Baby-Version. Dass gerade diese niedlichen Dinger besonders schnell den Reifegrad überschreiten, ist ein Problem, dass leicht gelöst werden kann. Stichwort: Verwertungsrezepte.
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Ein morgendlicher Blick auf den Timeplaner offenbart ganz Fürchterliches: 2012 ist quasi schon morgen und ich habe noch keine Ahnung, wie es aussehen soll. Auf diesen Schock muss ich mich erst mal setzen und etwas Süßes essen. Wobei das eigentlich die falsche Taktik ist, denn 2012 ist mir wie gesagt dicht auf den Fersen und ich habe noch keine Ahnung, wie ICH darin aussehen soll.
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