Blattsalate mit Pfifferlingen? Gab es hier doch schonmal. Im Juli, damals abgelichtet in Hamburg auf der Redaktionsterrasse, bei gut 26 Grad. Heute zeigt das Thermometer fiese 8 Grad, H.’s Münchner Dachgeschosswohnung hat keine Terrasse, beim Joggen friere ich wie ein Schneider und die gute Laune ist auf Null, weil ich nur den linken Handschuh wieder gefunden habe.

Wo ist der Rechte? Ist Leibesertüchtigung unter widrigen Bedingungen gesund oder bekloppt? Und was esse ich heute zu mittag?

Immerhin Frage drei kann schließlich gelöst werden, was indirekt mit dem durch den Handschuhverlust bedingten Ausfall der Joggingrunde zusammenhängt.
No Running, just Rucola?
Nööö, aber in Anbetracht der sich anbahnenden Plätzchenfront darf’s auch mal Salat sein.

Die Kombi Pfifferlinge mit Heidelbeeren ist leider nicht meinem Genius entsprungen, sondern stand so letzte Woche im bereits angepriesenen Münchner Bistro “Kloster” auf der Speisekarte. Ich habe ein wenig mit Salatsorten und Vinaigrette rumexperimentiert, den Rucola um Feld- und Kopfsalat ergänzt und statt Balsamico- ein Zitronendressing dazu gemacht.

Sehr lecker und inzwischen schon wieder dreimal gegessen, weil’s einfach so genial ist. Gab es die Liaison von Pfifferlingen mit Heidelbeeren nicht schon mal irgendwo im Blogger-Äther? Ich erinnere mich dunkel an ein Risotto….? Helft mir auf die Sprünge!

Bunter Blattsalat mit Pfifferlingen und Heidelbeeren

Zutaten

  • Verschiedene Blattsalate (Kopfsalat, Feldsalat, Rucola)
    250 g Pfifferlinge
    1 Päckchen Heidelbeeren
    1 kleine Knoblauchzehe, gehackt
    1 EL Öl, etwas Butter
    Für das Dressing:
    2 EL Walnussöl (oder Olivenöl)
    3 EL Zitronensaft
    etwas Akazienhonig
    Salz, Pfeffer

Zubereitung

1. Den Salat gut waschen und trocken schleudern.

2. Die Pfifferlinge putzen und mit wenig Mehl bestäuben. In einer heißen Pfanne das Öl und die Butter erhitzen, den gehackten Knoblauch kurz anschwitzen, dann die Pfifferlinge mit in die Pfanne geben. Rundherum braten, bis sie zu duften anfangen. Salzen und pfeffern.

3. Für das Dressing alle Zutaten bis auf das Öl gut miteinander verquirlen; zum Schluss das Öl unterheben.

4. In einer großen Schüssel das Dressing unter die Salatblätter heben, kurz durchziehen lassen und Teller oder große Schüsseln verteilen. Kurz vor dem Essen die gebratenen Pfifferlingen und die Heidelbeeren über den Salat geben.

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Sehr lecker: 5 Sterne: ★★★★★

11 Kommentare zu “Salat Deluxe mit Pfifferlingen und Heidelbeeren”

  1. Frau Kampi

    Ich kenn die Kombi Heidelbeeren und Pfifferlinge aus dem Kochbuch von Christian Rach. Sein rehrücken mit Crepes und Heidelbeeren ist einfach sensationell!
    Liebe grüße, Sandra

  2. georg

    Schöne Sache, schon mal Karottensalat mit Heidelbeeren gemacht? Knaller! Schön dass es Dir im Kloster gefällt, so ging’s mir eigentlich auch immer, aber kürzlich haben sie mich auf Lebenszeit vergrault. Keine Details. Und hättest Du den Handschuh gefunden, wären wir uns vielleicht begegnet.

  3. lamiacucina

    Die Kombi Pfifferlinge mit Heidelbeeren liebe ich vor allem im Risotto. Aber Du hast recht, die Plätzchenfront dräut, Salat ist besser.

  4. Isi

    Danke für die Erinnerung, die Plätzchenfront und die Schmorereien, die jetzt wieder anfangen…Jaaa, da muss ich auch aufpassen.

  5. Jutta Lorbeerkrone

    Mir ist so ein Salat lieber als Plaetzchen zur Weihnachtszeit…aus verschiedenen Gruenden.

  6. Hesting

    Daß Du jetzt schon an Plätzchen denkst …

    Das mit dem Risotto könnte Päm (mestolo.com) gewesen sein … mir kommt die Kombination immer noch exotisch vor, aber ich kann mich eh nicht an Dir messen.

  7. Schnick Schnack Schnuck

    Bei mir verschleppt eine Katze gern mal den Wollhandschuh.

  8. Sophie

    @ Sandra: Ich bin kein großer Rach-Fan, selbst nach einer persönlichen Begegnung ist mir der Typ immer noch mehr als unsympathisch. Aber das Rezept hört sich wirklich toll an. Machst du das an den Weihnachtsfeiertagen?? Und wo pflückst du da dann die Heidelbeeren ;-) ?
    @ Georg: Aha, ein Münchner ;-) Das Kloster ist halt einfach urg’mütlich ohne bierdümpflige Stammtischatmosphäre. Nur beim Frühstück schlampen sie. Jetzt bin ich aber doch neugierig…..Bitte, Details?!
    @ Robert: Warst du das also mit dem Risotto? Muss ich mal im Archiv blättern.
    @ Isi: Man darf das natürlich nicht allzu kategorisch sehen. Ein Salat zum Schmorgericht ist ja auch lecker ;-)
    @ Jutta: Geht mir meistens auch so. Bis ich dann in die anderen Foodblogs schaue und mir die Zimtsterne entgegen prangen.
    @ Hesting: Selbstschutz! Und übrigens: Das ist Quatsch! Du machst Blutwurst – würd ich mich nie trauen!!!
    @ SchnickSchnackSchnuck: Hauptsache, sie ist die Plätzchen nicht auf.

  9. georg

    Ach, lass mal mit den Details. Gemütlich schon, aber die Bedienungen waren so patzig, auf eine Art wie es einfach nicht geht. Nicht so wie die aus dem Weissen Bräuhaus zum Beispiel. Dort ist das ein “robuster Charme”. Frohes weiter joggen, die Herbsttage sind die besten, und es braucht auch keine Handschuhe…

  10. George

    Oh, das sieht sehr lecker aus! Mittwoch ist bei uns Bauernmarkt, da werd ich mich mal nachd en nötigen zutaten umsehen.

  11. Kochmädchen

    Höre von der Pfifferling-Heidelbeer-Kombi zum ersten Mal und finde sie unheimlich spannend. Besonders in Kombination mit dem Zitronendressing, das bereits für den nächsten Blattsalat vorgemerkt ist! Danke für die schöne Anregung. :)

    Liebe Grüße
    Kochmädchen


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