Dinge mehrmals zu tun scheint aus der Mode gekommen zu sein. Wahrscheinlich sind wir einfach zu verwöhnt von der schier unendlichen Auswahl an Möglichkeiten, gelockt vom Reiz des ständig Neuen. Wer will schon in der Wiederholungsschleife stecken bleiben, wenn um die Ecke bereits das nächste Abenteuer wartet? Noch mal das Gleiche essen? Schon wieder nach Italien? Zweimal hintereinander den selben Film ansehen ? Wie langweilig. Genau so bin ich eigentlich (auch). Keine Ahnung also, warum ich in letzter Zeit so oft die Repeat-Taste drücke. Als wollte ich die schönen Momente noch einmal erleben. Oder: anders. Und merke dabei gerade: Das tut unendlich gut.

 

Vielleicht ist es verrückt, drei Tage, nachdem man eine Band auf einem Festival gesehen hat, derselbigen hinterher zu reisen. Aber Konzert ist eben nicht gleich Konzert, und die Erfahrung war letztlich eine ganz andere: Auf dem Festival stand ich bis zu den Knöcheln im Matsch, mit Regen von oben und Freudentränen von Innen. In Kassel beim Provinzauftritt war alles kleiner, persönlicher, ich stand ganz nah am Bühnenrand und konnte den Beat, den Bass und die Stimme in meinem Körper fühlen.

So oder ähnlich geht mir das auch mit bestimmten Rezepten. Klar liebe ich die Abwechslung, natürlich will ich Neues ausprobieren. Aber ein und dasselbe Gericht immer wieder zuzubereiten hat für mich in letzter Zeit einen unwiderstehlichen Reiz. Es ist ein Geborgenheit schenkendes Ritual, wie Zähne putzen oder Blumen gießen, auch wenn ich diesen Salat aus Wassermelone, Fenchel, Gurke, Feta, Tamarimandeln und Zitronenbasilikum vielleicht nicht täglich esse.

Aber fast. Again … and again … and again. Und das Gute daran: Ich kann ihn inzwischen in 5 Minuten schnippeln.

 

Wassermelone-Fenchel-Gurken-Salat mit Zitronenbasilikum und Tamari-Mandeln

 

Zutaten (für 4 Personen):

½ Mini-Wassermelone, ca. 1,5 kg (oder ein entsprechend großes Stück von einer „normalen“ Melone)
1 große Fenchelknolle
½ Salatgurke oder 2 kleine Gärtnergurken
200 g Fetakäse
1 Handvoll Tamari-Mandeln (Rezept siehe unten)
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 gute Prise Piment d’ Espelette, alternativ Chiliflocken
2 EL Zitronensaft
2 EL Olivenöl
1 TL Akazienhonig
1 TL Senf

 

Zubereitung:

1. Die Wassermelone in Würfel oder trapezförmige Stücke schneiden. Die Fenchelknolle putzen, den Strunk keilförmig entfernen, dann die Knolle fein hobeln oder mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben schneiden. Für ein paar Minuten in Eiswasser legen.
Die Gurke(n) schälen, evtl. die Kerne mit einem Löffel entfernen, je nach Gusto in Scheiben oder Halbmonde schneiden. Den Feta mit einer Gabel grob zerbröckeln und das Piment d’Espelette bzw. die Chiliflocken untermischen. Das Zitronenbasilikum kalt abbrausen und trocken schütteln.

2. Wer mag, macht die Tamari-Mandeln selbst, man kann sie aber auch in gut sortierten Bio-Supermärkten kaufen.

3. Für das Dressing aus Zitronensaft, Senf, Honig und Olivenöl eine Vinaigrette mischen, dabei das Öl erst zuletzt unterschlagen. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

4. Die Melonen-, Gurken- und Fenchelstücke in eine große Schüssel geben und mit dem Dressing beträufeln. Alles gut vermischen, dann mit dem Fetakäse, den Tamari-Mandeln und dem Zitronenbasilikum bestreuen. Servieren.

 

Tamari-Mandeln:

Zutaten:

200 g Mandeln 
mit Schale
1-2 EL Tamari
1 EL Erdnussöl

Zubereitung:

1. Tamari und Erdnussöl in eine Schüssel geben und miteinander verrühren. Die Mandeln hinzufügen und alles gut miteinander vermischen bis alle Mandeln von der Marinade umhüllt sind.
Ca. 10-20 Minuten lang marinieren lassen.

2. Den Ofen auf 160 °C vorheizen. Die Mandeln auf einem Backblech ausbreiten und für ca. 10min im Ofen backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

 

4 Kommentare zu “Please repeat: Salat aus Wassermelone, Fenchel und Gurke mit Feta, Tamarimandeln und Zitronenbasilikum”

  1. Krisi

    Ein sehr leckeres Rezept mit tollen Zutaten. Und ich bin stark dafür Rezepte zu wiederholen wenn sie super lecker sind;)Ich habe auch ein paar Rezepte die es immer wieder gibt. Einen tollen Film zweimal sehen, hell yeah, im Restaurant öfters das gleiche bestellen, warum nicht…Vielleicht bin ich aber auch einfach ein langweiler (Nur Urlaub an den gleichen Ort, nein das ist mir dann auch zu viel;))

    Liebe Grüsse,
    Krisi

  2. Denise

    Also eins kann ich dir mit Gewissheit aus vielfacher Erfahrung sagen: Es IST verrückt, einer Band die man gerade erst gesehen hat, hinterherzureisen. Aber es ist es auch SO wert :)!
    Öfters den gleichen Salat zu essen find ich schon weniger verrückt. Ich freu mich zum Beispiel total darauf, wenn ich mir einen meiner Lieblingssalate mache und Vorfreude ist doch so schön.

    Liebe Grüße,
    Denise (die dieses Jahr Urlaub an genau demselben Ort wie vor zwei Jahren macht und die deswegen auch schon echt an sich gezweifelt hat…)

  3. Sugarbaby

    Mmmm… der Salat sieht wahnsinnig lecker aus und klingt auch so! Da wundert es mich nicht, dass du gerne auf die Repeat-Taste drückst :-)
    Bei manchen Favoriten mach ich das auch sehr gerne!

    Liebe Grüße
    Sugarbaby

  4. Fenchel-Melonen-Salat mit Feta und Tamari-Mandeln | HighFoodality

    [...] ein. Der eigentliche Clou an diesem Rezept, das ich übrigens eiskalt von Sophias tollem Blog „Cuccina Piccina“ gemopst habe, sind die [...]


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