Pasta Prinz Myshkin

Das Prinz Myshkin ist eines der wenigen vegetarischen Restaurants im ansonsten sehr karnivoren München. Nur ein paar Meter entfernt werden in der Hundskugel Bratwürstchen mit Sauerkraut und Schweinshax’n serviert, hier geniesst man lieber mit Tofu und Nüssen gefüllte Mangoldinvoltini auf Vollkornreis oder einen Ayurveda-Teller mit allerlei Gemüsegedöns.

In meinen wilden Jugendjahren (lang ist’s her) in München bin ich dort ganz gerne vor dem Feiern hingegangen, um ordentlich Gesundes zu tanken, bevor wir uns mit Cuba Libre und Caiphirinha betankt haben. Heute treffe ich mich bei Besuchen mit meiner Ma zum Lunch.
Nicht alles, was ich über die Jahre probiert habe, war lecker, aber eine Pasta ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben: Tagliatelle mit Austernpilzen, Haselnüssen, Rotwein und Estragon in einer leichten Tomaten-Sahne-Sauce. Die Kombi fand ich so gelungen, dass ich sie in mein Repertoire aufgenommen habe und seitdem immer wieder gerne koche.

Sieht bei mir natürlich etwas anders aus als auf dem Originalfoto ….soll ja auch so sein.

Hier MEIN Rezept für die “Pasta Prinz Myshkin”:

Cappellini oder Tagliatelle (ca. 100-120 g pro Person)
frische Austernpilze, Kräuterseitlinge und Shitakepilze
2 Knoblauchzehen
1 rote Zwiebel
2 EL Öl
frische Tomaten
eine Dose gestückelte Tomaten, sonnengereift
50 ml Rotwein
eine Hand voll Haselnüsse
ein Bund frischer Estragon
Salz, Pfeffer
ein Schluck Sahne oder 1-2 EL Creme frâiche


Die Knoblauchzehen fein hacken, ebenso die Zwiebel. Die Pilze – wenn nötig – putzen, große Seitlinge halbieren.
In einer heissen Pfanne Knoblauch und Zwiebeln in etwas Olivenöl andünsten, dann die geputzten Pilze zugeben und unter Rühren ca. 5 braten, bis sie ein leicht nussiges Aroma entfalten.
Die Pilze mit Rotwein ablöschen, dann die Dosentomaten hinzufügen und alles ca. 10 min. bei geschlossenem Deckel schmoren.
Die Haselnüsse halbieren oder grob im Mörser zerkleinern und in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten.

Die Pasta nach Packungsanweisung in sprudelndem Salzwasser kochen (bei den Cappellini geht das recht fix, also gut aufpassen). Abgiessen, dabei das Pastawasser auffangen.
Etwas von dem Pastawasser unter die Tomatensauce rühren, dann etwas Sahne oder Crème frâiche unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und
etwas klein gehacktem Estragon abschmecken.

Zum Servieren die Pasta auf tiefe Teller verteilen und den Tomaten-Pilz-Sugo darauf geben. Mit frischen, klein gehackten Tomaten, den gerösteten Haselnüssen und viel frischem Estragon bestreuen.

Ein superleckeres Essen für vegetarische (oder ohne Sahne sogar für vegane) Gäste!


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