Weiße Weihnachten waren es ja nun nicht und auch sonst war mein diesjähriges Fest der Liebe etwas anders gestaltet als gemeinhin üblich. Statt Tannenbaum, Flitterkram und großfamiliärem Bescherungsmarathon gab es Entschleunigung, Musik und Zweisamkeit in Köln, ein paar vertanzte, vor allem aber viele ruhige, dem Zeit-Raum-Kontinuum enthobene Stunden sowie eine erfolgreich absolvierte Bratengeburt an Heiligabend. Pünktlich zu den Feiertagen präsentierte sich dann eine allerfeinste Erkältung und legte mir-nichts-dir-nichts die erwartungsvoll in Genussposition gebrachten Geschmacksnerven lahm. Schade eigentlich.
Kurzerhand wurde das Kaninchen (geplant: in Estragon-Dijonsenfsauce mit Kerbel-Kartoffelstampf) auf(s) Eis gelegt, stattdessen gab es Fürsorge, Weihnachts-TV und Suppe. Es gibt nichts, dass sich nicht mit einem wärmenden Süppchen und ein paar warmen Umarmungen richten ließe. Und wenn schon nicht Weihnachten weiß ist, dann eben das Essen.
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Der Winter wäre nur halb so schön, wenn die Erinnerung an den Sommer nicht wäre. Der ist natürlich schon längst vorbei und der Herbst nur noch eine verschwommene Erinnerung. Na gut, Mr. Frost, dann wollen wir mal unsere behandschuhten Hände schütteln und uns miteinander vertraut machen. Wir haben ja noch ein Weilchen miteinander zu tun.

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Als vor knapp drei Wochen Spotify und Lecker.de bei mir (und anderen Foodboggern) anklopften und nach meinem derzeitigen Lieblings-Winterrezept samt zeitlich abgestimmter Playlist fragten, war ich gerade auf besagter Tour de Force und ein wenig überfordert mit der Koordination dieser Aufgabe. Zwar konsumiere ich Musik in mindestens ebenso hohen Dosen wie Kaffe, Riesling oder Honig und würde niemals (niemals!!!) ohne Kopfhörer aus dem Haus gehen. Aber den Herd, auf dem das Lieblings-Winterrezept zwangsläufig entstehen muss, sehe ich momentan ebenso selten wie das Tageslicht. Ich bin einfach viel zu wenig Zuhause.
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Dass ich tatsächlich noch zum Backen dieser nicht ganz blitzgeschwinden Tarte gekommen bin, ist ein kleines Wunder, denn die letzten beiden Wochen waren in eine Kette von Ereignissen, Orten und Menschen verstrickt, die das langwierige Hantieren mit kapriziösen Früchten eigentlich verbietet. Man könnte glatt meinen, ich hätte einen Riss im Zeit-Raum-Kontinuum entdeckt, aber dem ist nicht so.

Ich habe lediglich die stärkende Wirkung von Quitten entdeckt. Birnen, ja. Und: Zucker.

Zucker kann ein ungemein hilfreicher Energiespender sein, vor allem in Extremsituationen.
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Wie war das gleich noch mal mit dem Zeitmanagement? Wenn kein Platzerl mehr vorhanden ist, muss man sich ein paar Plätzchen basteln? In meine letzten zwei Wochen passte eigentlich noch nicht mal ein Kekskrümel. Irgendwie habe ich es aber doch noch geschafft, zwischen Businesstrip in Ligurien, Blogst-Konferenz in Essen, 2-Tages-Foto„Praktikum“ in Düsseldorf, Home-Office in Köln und Siemens Blogger Event in München eine respektable Plätzchenproduktion nebst Shooting zu schieben. Freiwillig hätte ich das dieses Jahr wahrscheinlich nicht gemacht (*hüstel*), aber Job ist Job – und für den mache ich immer noch alles.
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Gerade ist alles irgendwie Burner. Oder Burger? Jedenfalls sehe ich sie zur Zeit überall: Bei Chef Hansen auf dem Blog, in Uwes uferlosem Fundus, bei Oliver Trific im Restaurant (die ganze Geschichte über den Hamburg Hamburger und den London Burger Bash gibt es übrigens hier bei Stevan zu lesen) und wann immer ich Berlin, München, Köln, London und tja, Hamburg besuche. Ich bin jetzt wohl ein Burgergirl. Oder ein Bun-ny? In jedem Fall: Eine Fette Kuh, wenn ich mich nicht bald mal am Riemen reiße.

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2013 ist das Jahr, in dem mein Herz ein großes Stück gewachsen ist. Manchmal fühlt es sich an, als würde es sich endlich von der Trockenzeit der letzten Jahre erholen und wie Risottoreis vollsaugen. Nur eben mit Wärme und Kraft statt mit Weißwein und Brühe. Bis es so randvoll ist mit Liebe, dass es an meinen Brustkorb stößt und keinen Platz mehr für den ganzen Sorgenkäse lässt.

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Wie fühlt sich das eigentlich an, ein halbes oder vielleicht sogar ein ganzes Jahr in der Welt unterwegs zu sein? Ich habe in letzter Zeit immer mehr Leute in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, die sich für die Dauer von mehreren Monaten aus dem Alltag ausklinken und auf Reisen gehen. Außerdem lese ich gerade das Buch von Meike Winnemuth und vergehe vor Fernweh. Ein unglaublich reizvoller Gedanke: Das normale Leben für eine gewisse Zeit auf Eis legen. Die Segel hissen, die Seile kappen. Exakt elf Jahre ist es her, dass ich das auch gemacht habe, mit so wenig Balast wie möglich: einem Schlafsack nebst Isomatte und Zelt, 2 Fleecejacken, einem Campingkocher, einem Tagebuch, Musik. Hätte ich heute noch einmal diese Möglichkeit, wäre natürlich meine Kamera mit im Rucksack.
Denn die Welt durch die Linse zu sehen, hat meine Art des Reisens komplett verändert.

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Eine neu entdeckte Disziplin, die verstärkt zu üben ich mir seit ein paar Monaten auferlegt habe, ist das Ausruhen. Wahlweise kann es auch Faulenzen heißen, Rumschlunzen oder von mir aus auch „Relaxen“. Nur mit Nichtstun hat es nichts zu tun. Ich nenne es lieber progressive Entspannung. Herbstliche Sonntage sind geradezu prädestiniert dazu.

Es gibt nur zwei Regeln: Man darf es nicht bereuen. Und: Es gehört ein Ei dazu.
(aber erwartet jetzt nicht ein revolutionäres Spiegeleirezept von mir!)
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„Es ist ein schönes Gefühl, begehrt zu werden“, sagte das Schoko-Karamell-Tartelette zum Blattsalat und leckte sich die Ganache von den Bröseln. „Ich bin zwar nur ne schnelle Nummer mit krummer Kruste und etwas mattem Teint, aber Perfektion ist schließlich langweilig.“„Mag sein“, antwortete der wahrhaft makellose Rohkostteller, „aber woher nimmst du dein Dulce de Leche? Und wie kommst du um diese Jahreszeit noch an Himbeeren?“

„Das“, wisperte das Törtchen, „ist mein süßes Geheimnis.“ Sprach’s und verschwand.

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