Vorbildhaftes Abendmahl: Bei uns gab es gestern diese leckeren Forellen aus dem Backofen, dazu einen Feldsalat und Pellkartoffeln. Ein Karfreitagsessen, wie es im Buche steht. Der Ehrlichkeit halber muss man sagen, dass es sich hier um ein mehrfach erprobtes, sehr idiotensicheres Rezept handelt, auf das wir uns auch bei einer etwas größeren Runde von 6 Personen verlassen konnten – und bei dem, so dachten wir, eigentlich nichts schief gehen kann. Es sei denn, man lässt erst die Ofenklappe ein Stück weit offen und heizt dann volle Pulle – auf 250 °C! Ahhhhhh!
Was lernen wir daraus? Übung macht den Meister? Nein, Übung schützt vor Schludrigkeit nicht.

Und: Forellen sind äußerst widerstandsfähig. Letztlich hat es ihnen nicht allzu sehr geschadet, ein klein wenig zu trocken vielleicht, aber sonst: Leckerschmecker!

Rezept für 6 Karfreitags-Forellen mit Hitzeschutz:

6 große ganze Forellen (diesmal waren es weißfleischige, die rotfleischigen sind allerdings etwas zarter und saftiger)
ein paar Stängel frischer Estragon (hier aus dem nachbarlichen Garten)
6 Knoblauchzehen
etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer zum Würzen
3 unbehandelte (Bio-) Zitronen

Die Forellen gut waschen, dabei aufpassen, ob beim Putzen das „Innenleben“ ordentlich entfernt wurden; wenn nicht, herausnehmen. Forellen gut abtrocknen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes tiefes Backblech legen.

Den Knoblauch schälen, halbieren und den grünen Kern in der Mitte entfernen. Die Zitronen evtl. nochmal heiß waschen, dann in Räder schneiden.

Jetzt geht’s an Befüllen. Die Forellen innen mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer würzen. Dann in jede Forelle 2 Knoblauchhälften, etwas Estragon und ein paar (evtl. halbierte) Zitronenräder legen. Gut „verschließen“, und dann ab in den Backofen für ca. 20-25 min. bei – Achtung – ca. 200°C.

2 Kommentare zu “Karfreitagsfisch: Estragon-Forelle mit Zitrone”

  1. Tante Taifun

    Ah, gab es hier gestern auch! Allerdings mit Petersilie statt mit Estragon. Und Fettucine statt Kartoffeln.

  2. Jessie

    Ich mach meine auch mit Petersilie (http://jessieschmeckts.wordpress.com/2009/11/23/sag-doch-mal-bouillon/), aber jetzt wo du es schreibst…. da muss doch mal was neues probiert werden! Auf meinem Lieblings-Markt gibt es einen Stand wo man jedes Kraut einzeln bekommt, Stängel für Stängel, da könnte ich sogar jede Forelle individuell “kräutern” und dann sehen was am besten ist :-)
    Und Missgeschicke sind mir auch nicht fremd. Mein Favourit momentan: Versalzen… :-S Autsch!


Schreibe einen Kommentar: