Sardellen sind ja nicht jedermanns Sache. Als Kind mochte ich sie gar nicht – zu salzig, zu wabblig, zu intensiv. Heute pflege ich ein ambivalentes Verhältnis zu ihnen: Manchmal hab ich regelrecht Heißhunger auf die kleinen Sch…ätzchen – und manchmal kratze ich sie pikiert von meiner Pizza.

Es gibt aber ein paar Gerichte, in denen sie einfach das Tüpfelchen auf dem i sind. In grünen Oliven, in den Spaghetti alla puttanesca, im Salade nicoise. Und im Dressing für diesen typisch umbrischen Römersalat. Der hatte das blöde Caesar’s Dressing sowieso schon längst über.

Rezept für Salatstreifen mit Sardellensauce (hier für 4 Personen)

1 Romanasalat (zur Not geht auch Endiviensalat oder kultivierter Löwenzahn)
8 Sardellenfilets in Öl (ich habe etwas weniger genommen)
2 Knoblauchzehen (eine tat es auch!)
2 EL Rotweinessig
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
150g Cocktailtomaten
1/2 Bund Basilikum (oder glatte Petersilie)

Den Salat in die einzelnen Blätter teilen, waschen und in Streifen schneiden. In einer Schüssel mit kaltem Wasser ca. 10 min. ruhen lassen.
Inzwischen die Sardellenfilets abtropfen lassen und grob hacken (sind sie in Salz eingelegt, müssen sie vorher gut gewässert werden!).
Knoblauch schälen und fein hacken.  Beides mit dem Essig, dem Öl und 1-2 EL kaltem Wasser im Mixer fein pürieren, bis eine sämige Sauce entsteht. Mit Salz und Pfeffer vorsichtig abschmecken.

Die Tomaten waschen und halbieren. Die Basilikumblättchen in feine Streifen schneiden.
Die Salatstreifen trocken schleudern und mit den Tomaten und dem Basilikum in eine große Schüssel geben. Das Sardellendressing vorsichtig unterheben und alles gut durchmischen.

Der Salat passt super zu gegrilltem Huhn, “Coniglio” (Kaninchen) oder einfach etwas knusprigem Ciabatta –  und schmeckt so richtig nach Sommer! Der lässt ja leider noch immer auf sich warten.


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