Habt ihr heute schon mal aus dem Fenster geschaut? Was habt ihr gesehen? Ich sehe nämlich: nichts. Mehr oder weniger, also eigentlich weniger. Einen mattgrauen Schleier, als hätte ich vergessen, meine Schlafbrille abzunehmen oder den Pony rechtzeitig nachschneiden zu lassen. Gut, dass mich mein Gehör noch nicht im Stich gelassen hat, so weiß ich wenigstens auch ohne Durchblick, wann der nächste Regenschauer vorbei ist und ich endlich Feierabend machen kann – Freitag ist bei uns eigentlich schon früher Schluss.

Vielleicht bleibe ich aber auch noch ein bisschen länger vor meinem Büro-Mac sitzen und nasche bis zum Abendessen ein paar von den übrig gebliebenen Süßkartoffelwedges, die mich gestern so schön orangerot angeleuchtet haben. Ist leider notwendig, denn zuhause steht kein MacBook mehr – der Gute hat sich letzes Wochenende sang- und klanglos von mir verabschiedet, ohne Abschiedsbrief oder gar ein „Danke für die vielen köstlichen Fotos.“
Super Timing! Fieser Kerl!

 

Bis auf weiteres werde ich im Verlagshaus also wohl öfter mal ein paar Überstunden für den Blog-Relaunch schieben, immerhin, bei diesem Wetter nicht allzu schmerzhaft. Für das (verpasste/verpatzte) Sommerfeeling muss die Zitronen-Crème fraîche herhalten, und wenn ich mir mal so die Wettervorhersage für das Wochenende ansehe, bin ich heilfroh, dass davon noch eine große Schale in meinem Kühlschrank steht, gleich neben der Büxe mit den Süßkartoffelecken.

Apropos Süß(kartoffel): Kennt ihr eigentlich die zauberhaften Illustrationen von Nourishing Notes? Ich bin völlig hin und weg von den tollen foodie cards  und Küchentüchern und habe gleich mal die passende Zeichnung für euch rausgepickt:

Womit wieder mal bewiesen wäre, wie unterschätzt die Süßkartoffel ist. Den Feierabend retten kann’ se, einen auf Country Potato machen und dann auch noch „’Schuldigung“ sagen.

Können ja die wenigsten. Mein MacBook jedenfalls nicht!

Geröstete Süßkartoffeln mit Zitronen-Crème fraîche

Zutaten

Süßkartoffelwedges für ca. 6 Personen (als Beilage):

  • 2 EL Olivenöl
    1 TL gemahlener Kurkuma
    2 TIL frisch gemörserter Kreuzkümmel (Cumin)
    1 TL frisch gemörserte Koriandersamen
    Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer
    Zitronenabrieb einer Zitrone
    1 kg Süßkartoffeln, geschältZitronen-Crème fraîche:
    2 Becher Crème fraîche oder Crème légère
    Saft einer halben, Abrieb einer ganzen Bio-Zitrone
    schwarzes Hawaii-Salz

Zubereitung

1. Den Backofen auf 200 °C (Umluft 180 °C) vorheizen. Olivenöl, Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander, Salz, Pfeffer und Zitronenabrieb in einer Schüssel verrühren.
2. Die Süßkartoffeln schälen, halbieren und jede Hälfte in sechs Spalten schneiden. Die Spalten mit dem Würzöl mischen, bis sie rundum damit überzogen sind.
3. Die Süßkartoffeln auf einem Backblech verteilen und im Ofen auf der mittleren Schiene ca. 35-40 Minuten rösten, bis sie außen knusprig und innen weich sind.
4. Für den Dip die Crème fraîche/légère mit dem Zitronensaft und dem -abrieb vermischen und mit schwarzem Hawaii-Salz bestreuen. Geht natürlich auch mit Fleur de Sel, knusprigem Maldon Sea Salt oder was auch immer ihr so im Vorratsschrank stehen habt.

Zubereitungszeit: 15 Minuten (plus 40 Minuten Garzeit)

Kross und Krrrandios: ★★★★☆

5 Kommentare zu “I „yam“ sorry: Geröstete Süßkartoffeln mit Zitronen-Crème fraîche”

  1. tut

    Woah! klingt das gut. Gleich gemerkt!!!

  2. Claudia

    Das liest sich absolut köstlich! Passend zur Jahreszeit. Sö ähnlich habe ich das mal mit einem Pistazienpesto gemacht.

  3. dani

    huiiii, will ich haben – jetzt!
    liebsten gruß,
    dani
    ps: im tausch könnte ich dir gorgonzola-penne anbieten. was sagste?

  4. * Kochen mit MutterLandrand – Süßkartoffelspalten mit Zitronen-Kräuterquark* | MutterLandrand

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