Jedes Jahr, von Januar bis Anfang März, tritt die Zitronatzitrone ihren Weg über die Alpen an – und wandert direkt in meine Küche. Von dort aus in mein Herz. Der Weg ist lang, sie startet in Sizilien oder Kampanien, wo sogar ein ganzer Küstenabschnitt, die Costa dei Cedri, nach ihr benannt ist. Die Früchte für diese nette, kleine Vorspeise dagegen stammen von der Amalfiküste. Oder besser gesagt: Diese Frucht, es war nämlich nur eine. „Damals“, im März anno 2104, bin ich auf die wohl größte Cedro meines Lebens gestoßen, in einer kleinen Bar direkt an der Piazza von Agropoli. Mitten im Herzen des Cilento. War natürlich Liebe auf den ersten Blick.

Da gibt es dieses Beweisfoto, das mich immer wieder zum Schmunzeln bringt. 

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Die Geschichte mit dem Blog Relaunch ist mir ein bisschen peinlich. Hatte ich im September letzten Jahres noch groß hinausposaunt, dass diese Seite hier bald in neuem Glanz erstrahlen würde. Ein neues Logo, ein anderes Layout, eine durchdachtere Aufteilung. Aber dann passierte auf der Bühne erst einmal gar nichts, der Vorhang klemmte und auch hinter den Kulissen war fürs Erste Spielpause. Die halb angefangene Seite kroch im Schneckentempo vor sich hin, unsichtbar und herrenlos.
Vielleicht keine Abwärtsspirale. Aber ein Teufelskreis.

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Ich hätte jetzt gerne eine Portion Mittelmeer, dazu ein schönes Glas Salzwasser und zum Abschluss ein Stück Alltagsflucht, die doppelte Portion bitte. Die Rechnung übernimmt selbstverständlich mein Traummanagement, übers Kulinarische hinausgehende Kosten lasse ich über meinen Illusionskredit laufen.

Allerdings habe ich gehört, dass das RosaWolken-Kontor in letzter Zeit ziemlich knausrig war, was Spesen und Sehnsuchts-Fördermittel betrifft. Muss ich in Zukunft also auch noch für meine Utopien selbst aufkommen? Dabei bräuchte ich, mit Verlaub, immer noch Urlaub. Eine innere Stimme sagt mir das. Oder ist es der Oktopus, der aus meinem Kühlschrank wispert?
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