Mein überbordender Appetit nach Puntarelle trieb in den letzten Wochen bisweilen seltsame Blüten. Nicht nur, dass ich anfing, Göttingen systematisch nach Cicoria cimata zu durchkämmen und meine sporadischen Funde mit lautem Jubelschrei auf alle Kanäle zu speisen, ich träumte auch nachts weiter von den knackigen, daumendicken Sprossen und hätte mir am nächsten Morgen am liebsten Anchovissauce aufs Frühstücksbrötchen geschmiert. Der Umstand, dass sich die Saison für dieses mein absolutes Lieblingsgemüse allmählich dem Ende zuneigt und die Jagd nach Puntarelle jener nach dem grünen Diamanten gleich, tat sein Übriges. Man begehrt ja bekanntlich immer das am meisten, was man nicht (mehr) haben kann.

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Die nettesten Foodblogger bekommen die schönsten Kartoffeln. Das ist eine etwas holprige Binsenweisheit, aber wer seine Lebensmittel beim Bauern seines Vertrauens, auf dem Wochenmarkt oder in einer Provinzstadt besorgt, weiß um deren Wahrheit – das zeigt immer wieder der Praxistest. Frische Burrata? Kann ich auf Wunsch vorbestellen. Brunnenkresse? Ergattere ich mit ein wenig Glück bei meiner Kräuterhexe. Für die indischen Auberginen ist der winzige, von einem etwas abgehalfterten Pakistani leger geführte Tante-Emma-Laden ein paar Häuser weiter zuständig. Maronen führt der Öko-Laden am Wall, den Südtiroler Speck lasse ich mir von unserem italienischen Feinkostladen hauchdünn aufschneiden. So.
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Für meine Nachbarn ist es Runde um Runde ein vernügliches Spektakel, für mich oft ein haarsträubender Balance-Akt mit Peinlichkeitsgefahr. Die Existenz als Foodbloggerin und -fotografin fällt bisweilen unter die Kategorie „most dangerous jobs in the world“ – und das nicht nur, was den (online wie offline) Ruf betrifft. Tatsächlich wäre ich beim Ablichten meiner kulinarischen Kreationen nicht nur einmal fast vom Balkon gekippt. Und auch so habe ich meist alle equipmentbeladenen Hände voll zu tun, um am Ende der ganzen Szenerie den Teller ins rechte Licht und die Dinge ins rechte Lot gerückt zu haben.

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Der größte Fehler, den man bei Crostini machen kann? Zu wenige davon zubereiten! Ich bastle meist gleich eine ganze Platte voll, damit sich alle bedenkenlos bedienen können und der Prosecco nicht schon vor dem Hauptgang zu Kopfe steigt. Jetzt, wo der Sommer da ist, wird es sicherlich die ein oder andere feucht-fröhliche ausgelassene Balkonparty in meinem kleinen Himmelsreich geben, oder ich lege mich mit dem Crostini-Paket zu meinen Lieblingsmenschen in die Kleingartenkolonie. Das Leben in der Provinz kann manchmal so wunderbar entschleunigt sein. Ich muss ja nicht IMMER von Event zu Event springen.
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Der Frühling hat dieses Jahr mal wieder das Potential zur gelegentlich frequentierten Durchreisestation. Gestern noch in Mütze und Wintermantel gehüllt, sitze ich heute mit Sonnenbrille und T-Shirt auf dem Balkon und verlese Crodino trinkend Wildkräuter, Spinat und Blüten. Nicht, dass ich etwas gegen Sandalenwetter hätte. Mir wird nur immer leicht schwindelig von allzu schnellen Temperatur- und Speiseplanänderungen. 

 

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In der Küche bin ich ein Wolf. Oder halt, eigentlich vielmehr ein Fuchs. Gibt doch nichts Schöneres, als sich für zwei, drei Stündchen in seinen Bau zurückzuziehen und in aller Seelenruhe ein Lamm zu reißen an einem neuen Rezept zu tüfteln. Ihr wisst ja: Füchse sind gar keine Rudeltiere.

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Bei meiner letzten Marmeladenproduktion ist mir doch glatt der Löffel aus der Hand gefallen: Vielleicht war es doch eine Spur zu viel Chili für die Tomaten-Chili-Konfitüre? Ach, was soll’s, ist es eben eine Chili-Tomaten-Konfitüre. Im fruchtigen Nektarinen-Tomaten-Salat mit Ziegenfrischkäse geht die Schärfe ohnehin ein bisschen flöten … Oder ist es vielleicht doch eher ein Tomaten-Nektarinen-Salat?
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Ich weiß, es ist nur ein schnödes Omelette und fast wage ich es nicht, die Zubereitung desselbigen als Kochen zu bezeichnen. Immerhin, man braucht dazu eine Feuerstelle, einen guten Käse und ein paar frische Kräuter. Ich brauche dazu außerdem eine große rote Zwiebel, eine Hand voll Strauchtomaten und einen ordentlichen Muskel-/Alltagskater. Nichts fühlt sich dann besser an als ein proteingefüllter Arbeitsspeicher und ein beglückter Gaumen.

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The person you’ve called….

… is temporarely in Andalusia.
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Draußen tobt der Winter nach allen Regeln der Kunst, da darf das Essen ruhig ein bisschen nach Sommer schmecken. Obwohl, Pilze sind ja eigentlich eher eine herbstliche Angelegenheit. Nennen wir es also „Jahreszeiten-Fusion“. Dazu passt dann ganz klar ein frühlingsfrischer Blattsalat, irgendwas mit Babyspinat, Löwenzahn und Rucola.
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