Komm schon, lieber Frühling. Raus aus den Puschen und rein in die leichten Slipper. Ich weiß, offiziell ist dein Auftritt noch gar nicht genehmigt worden, aber du kannst dir doch eine Tarnkappe aufsetzen und dich heimlich still und leise unter die Wintertrolle schmuggeln. Ist ja bald Karneval, da fällt das nicht so auf. Und ich wette, wenn du erstmal deine knackig-feinen Aromen auf den Tisch gepackt hast, hat keiner mehr Lust auf dicke Suppe.
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Jahresrückblicke machen mich dann doch nostalgisch. Auf einmal werde ich peinlich emotional und sehe (im Champagnerdelirium natürlich) sepiagefärbte Erinnerungswölkchen an mir vorüberziehen. Ach, da war so manches Highlight dabei im vergangenen Jahr, vom berauschend guten Etxebarri-Degustationsmenü in illustrer Runde über den Bergsteigerratsch mit Otto Koch bis hin zur ersten eigenen Foodfotoausstellung im Rahmen unseres Food Festivals. Gut, nicht alle meine Lieblingsmomente hatten mit Essen zu tun, aber wenn ich so auf meine Hüften schiele, dann sind es augenscheinlich doch recht viele gewesen. Der Rest drehte sich um die kleinen, feinen Glücksmomente, die einem das Leben so unerwartet vor die Füße wirft. Meine Direktive für 2013 war der Resetknopf.

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Als vor knapp drei Wochen Spotify und Lecker.de bei mir (und anderen Foodboggern) anklopften und nach meinem derzeitigen Lieblings-Winterrezept samt zeitlich abgestimmter Playlist fragten, war ich gerade auf besagter Tour de Force und ein wenig überfordert mit der Koordination dieser Aufgabe. Zwar konsumiere ich Musik in mindestens ebenso hohen Dosen wie Kaffe, Riesling oder Honig und würde niemals (niemals!!!) ohne Kopfhörer aus dem Haus gehen. Aber den Herd, auf dem das Lieblings-Winterrezept zwangsläufig entstehen muss, sehe ich momentan ebenso selten wie das Tageslicht. Ich bin einfach viel zu wenig Zuhause.
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Es knirscht zwischen meinen Zähnen, es knarzt zwischen meinen Kiemen, es kribbelt in meiner Nase – was mag das sein?
Ach herrje, ich hab die Pilze nicht richtig geputzt!
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Astronomisch gesehen ist der Sommer ja noch ein Weilchen bei uns zuhause. Kulinarisch gesehen dürfen wir ihm also ruhig noch mal auf die Pelle rücken. Obwohl der Herbst meine liebste Jahreszeit ist und mir beim Gedanken an Kürbissuppe, Steinpilzsoufflé und gegrilltem Radicchio schon das Wasser im Mund zusammenläuft, bin ich doch immer etwas wehmütig, wenn sich die warme Jahreszeit langsam verabschiedet. Vielleicht hatte ich in diesem Jahr auch einfach zu wenig Sonnenschein (und Momente, in denen mir das Wasser den Rücken herunterlief).
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Habt ihr heute schon mal aus dem Fenster geschaut? Was habt ihr gesehen? Ich sehe nämlich: nichts. Mehr oder weniger, also eigentlich weniger. Einen mattgrauen Schleier, als hätte ich vergessen, meine Schlafbrille abzunehmen oder den Pony rechtzeitig nachschneiden zu lassen. Gut, dass mich mein Gehör noch nicht im Stich gelassen hat, so weiß ich wenigstens auch ohne Durchblick, wann der nächste Regenschauer vorbei ist und ich endlich Feierabend machen kann – Freitag ist bei uns eigentlich schon früher Schluss.
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Legefrische Bio-Eier aus Bayern, knackige Erbsen aus der Pfalz und ein Schluck Sahne von glücklichen Kühen = Gelinggarantie für DAS Sommergericht des Jahres. Naja, zumindest meines (und zumindest für den Moment). Schon mal Erbsenflan probiert? TESTEN!
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Ich weiß, es ist nur ein schnödes Omelette und fast wage ich es nicht, die Zubereitung desselbigen als Kochen zu bezeichnen. Immerhin, man braucht dazu eine Feuerstelle, einen guten Käse und ein paar frische Kräuter. Ich brauche dazu außerdem eine große rote Zwiebel, eine Hand voll Strauchtomaten und einen ordentlichen Muskel-/Alltagskater. Nichts fühlt sich dann besser an als ein proteingefüllter Arbeitsspeicher und ein beglückter Gaumen.

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Für gute Freunde, die Freitag Nachmittag spontan ihren Wochenendbesuch ankündigen, bereits ausgeklügelte Arbeits- und Freizeitpläne über den Haufen werfen, kulturelle wie intellektuelle Ansprüche stellen und einen Rattenschwanz an Programmpunkten nach sich ziehen…. gibt es bei mir immer einen freien Platz in der Gästeritze und eine offene (Kühlschrank-) Tür.
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Darf man diesen Traum aus bunten Pflaumen, Mozzarella, Rosmarin und Parmaschinken tatsächlich Pizza nennen? Nun, zumindest steht es so in meinem neuen Kochbuch „Wild Kochen“, an dem ich mich gar nicht satt sehen kann. Und auch bei dieser Pizza zeigten sich in den vergangenen Tagen erstaunlicherweise keine Ermüdungserscheinungen in puncto Magenvolumen oder Speiseplan-Diversität. Pizza kann man schließlich immer essen: Morgens, mittags, abends und nachts.
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