…weswegen ich gestern für drei Limetten eine halbe Stunde in der Feierabend-Supermakrtschlange stand. Einzig die Aussicht auf das Dessert konnte mich bei Laune halten.

Wäre in diesem Moment die gute Fee aus dem Märchenbuch vor meiner Tür gestanden, um mich nach meinen drei Wünschen zu fragen – ich hätte schwer mit mir gerungen, statt “Turbo-Stoffwechsel” oder “ewiger Jugend” einen privaten Limonenhain zu ordern (Platz 1 und 2 sind natürlich fest besetzt von “Weltfrieden” und “Zufriedenheit”).
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Ich bin ein großer Fan von Quark. In Florenz bin ich einmal wegen eines partout nicht mehr zu unterdrückenden Appetits auf Käsekuchen einen halben Tag durch die Straßen gelaufen, auf der Suche nach Quark (oder Topfen, wie die Österreicher sagen würden). Als ich dann endlich in einer kleinen Seitengasse einen Bioladen mit Berchtesgadener Milchprodukten gefunden hatte, war die Lust so groß, dass ich den Quark einfach so aus dem Becher gelöffelt habe.
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Ich dachte, ich tu mir was Gutes und backe die Apfeltarte von Lea Linster, aber halbe-halbe, also halb Dinkelmehl, halb Weizenmehl. Man gönnt sich ja sonst nichts, aber Lea Linster ist nun mal nicht gerade für leichte, fettarme Küche bekannt. Vielleicht kann man diese verführerisch knusprige Apfeltarte mit ein wenig Vollwertigem entschärfen? Die Idee war gut. Dachte ich zumindest.
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Endlich gebacken (bekommen)!!

Ich gebe zu, es hat ein wenig gedauert. Die ganze Dramatik des Procrastination-Teufelskreises kann sich auch in einem so angenehmen Projekt, wie das Foodbloggen eines ist, niederschlagen. Immer kam etwas Wichtiges dazwischen, wobei in einigen Fällen der Prioritätenstatus durchaus angezweifelt werden kann. Aber “gehudelt” sollte ja auch nicht werden. Dann die Resignations-Phase: Kurzzeitig dachte ich daran, das Handtuch zu schmeißen. Leider waren gerade alle in der Wäsche.
Und dann hat es doch noch geklappt. Bevor es an die Schnittchen geht, sei hier noch all jenen lieben Menschen gedankt, die mich immer wieder ermutigt haben; ebenso denen, die ich stets “auf ruhigere Zeiten” vertrösten musste; Botho, Micha und Suse natürlich; und last but not least H. für das “Genuss-sharing” und die nächtliche Ravioliaktion (sicherlich nicht die letzte).
So, meine Lieben, es ist angerichtet. Haut rein!

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