Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Hände hoch, ich hab’ hier nämlich noch ein paar Quinoawaffeln auf dem Kuchengitter liegen, knusprig, nussig und so unverschämt gut, dass man sie am liebsten zum festen Morgenritual machen würde. Nur die Riesenportion Butter und die (für gute Waffeln allerdings wirklich unabdingbar!) großzügig dosierte Zuckerzufuhr hält mich davon ab, das Eisen in Zukunft Montag bis Sonntag zu schmieden glühen zu lassen. Allerdings lässt sich letzteres prima durch die teilweise Ersetzung von Kokosblütenzucker und Ahornsirup abmildern Und dann wäre da ja noch die geballte Nährstoffpower von Chiasamen, Chashewmus und Beeren. Das KANN nur gut für mich sein und das schmeckt auch so. An diesem wolkenverhangenen Miststück von Sommeranfangssamstag gab es für uns nichts Besseres, um ganz schnell zurück zur gewohnten Gute-Laue zu finden. Mjam!

 

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Wie besonders eine Liebe wirklich ist, merkt man oft erst, wenn man Abschied nehmen muss. Dann wird noch einmal alles gegeben, ausgekostet, gekämpft, weil man sich im Grunde ein Leben ohne das Objekt der Begierde nicht vorstellen kann. Warum ich das weiß? Weil es mir jedes Jahr aufs Neue so geht. Der Spargel ist meine große Liebe – und trotzdem muss ich ihm immer wieder Adieu sagen.

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Manchmal sind es die kleinen Dinge die zählen. So wie ein paar frische Morcheln auf knusprigem Blätterteig oder die warme Hand des Liebsten in meinem Nacken. Ich vergesse das hin und wieder, vor allem wenn am Horizont so große Pläne stehen. Dann bin ich leicht bis mittelschwer konfus. Und eine wahre Meisterin darin, mich in meinen Zielen zu verheddern.
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Es gibt in der Foodbloggerszene so einige Rezepte, die ihre Kreise gezogen haben. Ich denke da zum Beispiel an die 15-Minuten-Gnocchi von Nicole Stich, die Kalbsbäckchenergüsse von Astrid Paul aka Arthurs Tochter oder die Orecchiette e Broccoli vom gar nicht so anonymen Koch Claudio del Principe. Schwer legendär sind auch diese Mandarinenküchlein, die den Weg von Nigella Lawson über Deb Perelman von Smitten Kitten über Blogpostrekordhalterin Zorra in Arianes Diplomarbeitsprojekt Kulinarische Momentaufnahmen geschafft haben – und damit letzten Endes auch zu mir. Dabei mag ich eigentlich gar keine Muffins. Aber ich mag Nigella. Smitten Kitten. Zorra. Und Ariane.
Von allen weiß ich: Sie haben Geschmack. 

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Dass ich tatsächlich noch zum Backen dieser nicht ganz blitzgeschwinden Tarte gekommen bin, ist ein kleines Wunder, denn die letzten beiden Wochen waren in eine Kette von Ereignissen, Orten und Menschen verstrickt, die das langwierige Hantieren mit kapriziösen Früchten eigentlich verbietet. Man könnte glatt meinen, ich hätte einen Riss im Zeit-Raum-Kontinuum entdeckt, aber dem ist nicht so.

Ich habe lediglich die stärkende Wirkung von Quitten entdeckt. Birnen, ja. Und: Zucker.

Zucker kann ein ungemein hilfreicher Energiespender sein, vor allem in Extremsituationen.
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Wie war das gleich noch mal mit dem Zeitmanagement? Wenn kein Platzerl mehr vorhanden ist, muss man sich ein paar Plätzchen basteln? In meine letzten zwei Wochen passte eigentlich noch nicht mal ein Kekskrümel. Irgendwie habe ich es aber doch noch geschafft, zwischen Businesstrip in Ligurien, Blogst-Konferenz in Essen, 2-Tages-Foto„Praktikum“ in Düsseldorf, Home-Office in Köln und Siemens Blogger Event in München eine respektable Plätzchenproduktion nebst Shooting zu schieben. Freiwillig hätte ich das dieses Jahr wahrscheinlich nicht gemacht (*hüstel*), aber Job ist Job – und für den mache ich immer noch alles.
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Morgen um diese Zeit sitze ich immer noch am Istanbuler Flughafen und werde mich wahrscheinlich, völlig erschöpft in ein ausgetrocknetes Käsebrot beissend und die Minuten bis zum Weiterflug zählend, für diese dämliche Idee verfluchen. Wer zum Teufel fliegt denn auch zehn verdammte Stunden von München via Türkei nach Tel Aviv, Check-In und Durchcheck-Zeiten noch nicht eingerechnet? Also, naja, ich. Aber das ist jetzt egal. Was zählt, ist das Ziel.

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Lust und Laster: Lavendel-Pinienkern-Tarte


Irgendwann habe ich hier mal meine Pinienkernbeichte abgelegt und mich als Süchtige geoutet. Obsessionen kommen und gehen bei mir in regelmäßigen Abständen, aber diese eine (von vielen) ist mir definitiv geblieben: Ohne Pinienkerne geht bei mir keine Woche rum. Ich habe allerdings aufgehört, mich dafür zu schämen, schließlich machen sie mich glücklich – und gehören somit ebenso wie Rotwein, Kaffee und Schokolade zu den höchst gesundheitsfördernden Lebensmitteln.

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Für ein Picknick ist es jetzt eigentlich schon wieder zu kalt und grau, aber letzte Woche, als der Startschuss für Runde drei von „Post aus meiner Küche“ fiel, sah das Wetter noch ganz anders aus. Bis zum Mittwoch zumindest, hier in München jedenfalls. Aber man kann ja auch eine Wolldecke auf den Wohnzimmerdielen ausbreiten und ein paar frühherbstliche Blätterhäufchen um das Bodenbüffet arrangieren.
Für den Moment zumindest, bis der Indian Summer kommt jedenfalls.
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Astronomisch gesehen ist der Sommer ja noch ein Weilchen bei uns zuhause. Kulinarisch gesehen dürfen wir ihm also ruhig noch mal auf die Pelle rücken. Obwohl der Herbst meine liebste Jahreszeit ist und mir beim Gedanken an Kürbissuppe, Steinpilzsoufflé und gegrilltem Radicchio schon das Wasser im Mund zusammenläuft, bin ich doch immer etwas wehmütig, wenn sich die warme Jahreszeit langsam verabschiedet. Vielleicht hatte ich in diesem Jahr auch einfach zu wenig Sonnenschein (und Momente, in denen mir das Wasser den Rücken herunterlief).
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