Natürlich wäre ich gerne mitgefahren, in die Hauptstadt des Himmelbaus, der Souks und der weißen Leinengewänder. Stattdessen brachten mir meine Eltern ein dickes Gewürzpaket aus Dubai mit. Naja, nicht das schlechteste Trostpflaster.
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‘Schuldigung, aber könnt ihr mir vielleicht kurz sagen, welche Jahreszeit gerade ist? Irgendwie scheine ich total das Gefühl dafür verloren zu haben, denn ich vergreife mich ständig bei der Wahl der richtigen Ober- und Unterbekleidung. Auch mein Bauch hat beim Wetter-Pingpong der letzten Wochen seinen 7. Sinn eingebüßt und ist chronisch unentschieden: Heute knackig-frischer Salat – oder doch lieber wohlig wärmendes Soulfood? Da kann es schon mal passieren, dass ich den Lachs spontan zu Sushi verarbeitete, aus dem Kopfsalat eine Suppe koche oder den Obstkorb in den Backofen schiebe – natürlich nicht, ohne vorher das störende Flechtwerk zu entfernen.
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Je weniger Schnee in der Adventszeit fällt, desto größer ist mein Arbeitspensum. Derzeit arbeite ich wie eine Maschine. Heute ist endlich Schnee gefallen.

Auch wenn eine kausale Beziehung zwischen den beiden Faktoren objektiv sicherlich nicht gegeben ist – ich glaube fest daran. So fest wie an die Macht der Kekse, die (seelen-)heilende Wirkung der Schokolade und die Göttlichkeit dieses Rezepts.
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Bananentarte?

Aber da ist doch auch Mango drauf, werdet ihr jetzt Einspruch erheben. Ihr habt auch vollkommen recht. Dass an der „Feinen Bananentarte mit Limetten“ aus dem wunderbaren Kochbuch von Valérie L’Homme fruchttechnisch herumgebastelt wurde, lag allerdings einzig und allein an dem Umstand, dass ich nicht genug Bananen im Haus hatte. Eigentlich habe ich ja nie Bananen im Haus, weil Bananen bei mir mit 100-prozentiger Sicherheit schneller braun werden als ich gucken kann. Höchstens die kleinen kaufe ich gelegentlich, die Baby-Version. Dass gerade diese niedlichen Dinger besonders schnell den Reifegrad überschreiten, ist ein Problem, dass leicht gelöst werden kann. Stichwort: Verwertungsrezepte.
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Ein morgendlicher Blick auf den Timeplaner offenbart ganz Fürchterliches: 2012 ist quasi schon morgen und ich habe noch keine Ahnung, wie es aussehen soll. Auf diesen Schock muss ich mich erst mal setzen und etwas Süßes essen. Wobei das eigentlich die falsche Taktik ist, denn 2012 ist mir wie gesagt dicht auf den Fersen und ich habe noch keine Ahnung, wie ICH darin aussehen soll.
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Passend zum miesen Wetter gibt es heute ein kleines Trostpflaster in Form von hübsch verpacktem Hüftgold. Dabei sieht man dieser unschudligen Johannisbeertarte weder die Kalorien kräftespendende Wirkung noch die Mühen an, die dahinter stecken. Beim ersten Mal wollte sie mir partout nicht gelingen – beim zweiten Mal war der Trick dann rasch entdeckt.

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Manche Rezepte sind zu schön, um wahr zu sein. Vegetarisch und trotzdem deftig, raffiniert aber (relativ) einfach zuzubereiten, köstlich frisch aus dem Ofen, schmecken aber auch kalt auf dem Buffet oder im Lunchpaket, dazu vollgepackt mit Serotonin-Magneten und zu allem Überfluss unglaublich gutaussehend. Das beste an solchen Rezepten aber ist: Sie wirken leicht und locker wie ein Obstgarten chemiegesüßter Schaumquark –  BEI NUR 2.000 KALORIEN!!

Das ist dann aber auch egal, denn wer denkt bei diesen Parmesan-Oliven-Tartelettes schon an etwas so Irrelevantes wie die Energiebilanz?! Viel wichtiger ist doch, dass die Genussbilanz stimmt. Und das, liebe Leser und Leserinnen, tut sie hier. Dafür stehe ich mit meinem Namen.

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In den letzten Wochen ist so einiges an mir vorbei gegangen. Das fläzige Fernsehprogramm zwischen Weihnachten und Neujahr, der zweite Feiertag samt Nussspätzle und dem göttlichen Rehbraten meiner Mutter, der Geburtstag eines Freundes – und ganze 399 Posts. Das sagt mir jedenfalls mein Feed-Reader, auf den ich anfangs noch mit schlechtem Gewissen geschielt und irgendwann einfach trotzig ignoriert habe. Es mag ja Blogger geben, die sich auch in Phasen höchster Anspannung und trotz vollgepacktem Terminkalender problemlos die Tiefschlafphase aus den Rippen schneiden, um dreimal wöchentlich Futter in Wort und Bild nachzuschieben.
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Also gut, irgendwann muss ich das Rätsel ja doch lösen.

Den Hamburger Michel werde ich in nächster Zeit erst mal nur im Miniaturformat zu Gesicht bekommen.

Dafür aber umso öfter die Münchner Frauenkirche. Die hat sogar zwei Türme –  was für die “Platzerl” allerdings nicht besonders vorteilhaft war, im Gegenteil.
Merke: Plätzchenformen mit allzu ausladenden Extremitäten boykottieren das Zeitmanagement.
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Bittersüßer Abschied

Frei nach dem Motto “Nur wer sich ändert, bleibt sich treu” hat sich mal wieder eine kleine 180°C-Wende in mein Leben geschmuggelt. Ich habe ja schon beim letzten Mal angedeutet, dass meine Zeit in Hamburg abgelaufen ist. Natürlich habe ich gute Gründe dafür (sonst würde ich das wohl kaum machen!), trotzdem bin ich unendlich traurig, meiner Lieblingsstadt plötzlicher als geplant den Rücken kehren zu müssen. Aber gute Gelegenheiten muss man beim Schopf packen, und eine solche ergab sich nun ganz kurzfristig.

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