Komm schon, lieber Frühling. Raus aus den Puschen und rein in die leichten Slipper. Ich weiß, offiziell ist dein Auftritt noch gar nicht genehmigt worden, aber du kannst dir doch eine Tarnkappe aufsetzen und dich heimlich still und leise unter die Wintertrolle schmuggeln. Ist ja bald Karneval, da fällt das nicht so auf. Und ich wette, wenn du erstmal deine knackig-feinen Aromen auf den Tisch gepackt hast, hat keiner mehr Lust auf dicke Suppe.
Weiterlesen »

Wie sich das bei mir so entwickelt hat, „das mit dem Essen und dem Kochen.“ Ich weiß es ja selbst nicht so genau. Trotzdem wollen das immer alle wissen. Und irgendwann stellt man sich die Frage selbst.
Eins ist klar: Ich kann nicht immer essen. Aber ich kann immer über Essen nachdenken. Im Grunde geht das rund um die Uhr. Und am besten klappt es, wenn nachts die Welt den Atem anhält.

Weiterlesen »

Ich hau mal rasch ein Rezept heraus, das mein Herz im Sturm erobert hat. Akuter Anlass ist, ganz unromantisch, mein Beitrag mit Interview und Geflügelleberterrinenbild bei Sternekocher: einem Podium für deutschsprachige Foodblogger, welches mein geschätzter Kollege Steffen Sinzinger ins Leben gerufen hat und an dem ich mich in Zukunft auch ein wenig als Autorin beteiligen werde. Mir imponiert das (ehrenamtliche) Engagement von Steffen ungemein, der es augenscheinlich schafft, dem Universum täglich ein paar Stunden mehr abzuringen oder aber sich bei terminlichen Engpässen temporär duplizieren kann. Das will ich auch können! Irgendeine kleine Lücke zwischen Job, Nebenjob, Blog und Fernbeziehung werde ich schon noch finden.

Weiterlesen »

Jahresrückblicke machen mich dann doch nostalgisch. Auf einmal werde ich peinlich emotional und sehe (im Champagnerdelirium natürlich) sepiagefärbte Erinnerungswölkchen an mir vorüberziehen. Ach, da war so manches Highlight dabei im vergangenen Jahr, vom berauschend guten Etxebarri-Degustationsmenü in illustrer Runde über den Bergsteigerratsch mit Otto Koch bis hin zur ersten eigenen Foodfotoausstellung im Rahmen unseres Food Festivals. Gut, nicht alle meine Lieblingsmomente hatten mit Essen zu tun, aber wenn ich so auf meine Hüften schiele, dann sind es augenscheinlich doch recht viele gewesen. Der Rest drehte sich um die kleinen, feinen Glücksmomente, die einem das Leben so unerwartet vor die Füße wirft. Meine Direktive für 2013 war der Resetknopf.

Weiterlesen »

Der Winter wäre nur halb so schön, wenn die Erinnerung an den Sommer nicht wäre. Der ist natürlich schon längst vorbei und der Herbst nur noch eine verschwommene Erinnerung. Na gut, Mr. Frost, dann wollen wir mal unsere behandschuhten Hände schütteln und uns miteinander vertraut machen. Wir haben ja noch ein Weilchen miteinander zu tun.

Weiterlesen »


Als vor knapp drei Wochen Spotify und Lecker.de bei mir (und anderen Foodboggern) anklopften und nach meinem derzeitigen Lieblings-Winterrezept samt zeitlich abgestimmter Playlist fragten, war ich gerade auf besagter Tour de Force und ein wenig überfordert mit der Koordination dieser Aufgabe. Zwar konsumiere ich Musik in mindestens ebenso hohen Dosen wie Kaffe, Riesling oder Honig und würde niemals (niemals!!!) ohne Kopfhörer aus dem Haus gehen. Aber den Herd, auf dem das Lieblings-Winterrezept zwangsläufig entstehen muss, sehe ich momentan ebenso selten wie das Tageslicht. Ich bin einfach viel zu wenig Zuhause.
Weiterlesen »

Manchmal frage ich mich, ob ich statt des 10er-Tickets für den Rollercoaster nicht doch besser eine Dauerkarte für das Bierzelt hätte wählen sollen. Ein bisschen schunkeln, ein bisschen anstoßen, ein bisschen sich das Leben schön trinken und dann, wenn die Zelte schließen, im weichen Gras den Rausch ausschlafen. Das Leben könnte so herrlich unbekümmert sein und obendrein ist man so gut wie nie allein.
Bei mir allerdings, fürchte ich, sind Hopfen und Malz verloren. Meine Wahl fällt eigentlich immer auf die Achterbahn.

Weiterlesen »

Oben ohne in Tel Aviv an den Strand zu gehen ist wahrscheinlich nicht die beste Idee. Da ich vor lauter Kunst, Kultur und Kulinarik aber fast immer meinen Bikini vergessen habe, war ich nur ein einziges mal schwimmen. Allerdings: Was will man auch im Wasser, wenn man doch am Strand, mit den Füßen im Sand und dem Sonnenuntergang volle Fahrt voraus, viel besser Leute beobachten und Fotos machen kann!
Weiterlesen »

Es müsste hier, zuallererst, jetzt wohl ein mit Bedacht formulierter Comeback-Text stehen. Ein kleines „Pardon“ für die lange Sendepause, oder, besser noch, ein hübscher Erklärungsansatz, zu dem ich mich wortreich aufschwinge. Der mein Fortbleiben und die Stille hier auf dem Blog zu rechtfertigen versucht. Und dann in einem Rutsch die Erlebnisse, Gedanken und Gerichte der letzten Monate in sinnvoll verdichteter Form zusammenfasst. Ich habe es ziemlich oft probiert, in Abendstunden, an Sonntagvormittagen, in den seltenen Momenten der Ruhe, mich bemüht, die Rückkehr so lässig wie möglich zu gestalten und mir nicht den Kopf über jedes einzelne Wort zu zerbrechen. Überhaupt: Die Worte wieder zu finden. Aber sie wollten sich einfach nicht richtig anfühlen, Woche für Woche, Monat für Monat, vom Herbst über den Winter bis in den Frühling hinein. Und jetzt ist es Juni. Wenn ich es heute schaffe, diese alte Möhre von Blog endlich wiederzubeleben und auf den „Veröffentlichen“-Knopf zu drücken, werde ich mir ein Glas Wein einschenken und mir selbst zuprosten.
Weiterlesen »

Astronomisch gesehen ist der Sommer ja noch ein Weilchen bei uns zuhause. Kulinarisch gesehen dürfen wir ihm also ruhig noch mal auf die Pelle rücken. Obwohl der Herbst meine liebste Jahreszeit ist und mir beim Gedanken an Kürbissuppe, Steinpilzsoufflé und gegrilltem Radicchio schon das Wasser im Mund zusammenläuft, bin ich doch immer etwas wehmütig, wenn sich die warme Jahreszeit langsam verabschiedet. Vielleicht hatte ich in diesem Jahr auch einfach zu wenig Sonnenschein (und Momente, in denen mir das Wasser den Rücken herunterlief).
Weiterlesen »