Am Donnerstag troff es noch von den Tomaten, inzwischen sind se wieder trocken. Im Gegensatz zu Sachsen ist Hamburg vom Hochwasser verschont geblieben. Und: Wir haben noch Strom (im Gegensatz zu tausenden von Haushalten rund um Chemnitz, Görlitz und Zwickau).

Ohne den hätte ich auch den Herd für diese schnelle, aber äußerst leckere Pasta nicht anschmeißen können. Auf der anderen Seite braucht man dafür eigentlich nur eine einzige Feuerstelle (für das heiße Wasser), die Tomatensauce ist nämlich kalt – und wurde in Anlehnung an Juttas Pasta alla Checca zubereitet.

Wäre man also gerade in Stromnot, würde auch ein Campingkocher reichen.


Ich habe das römische “Geheim”-Rezept von Jutta bis auf die sicher obligatorischen, aber nicht so schnell aufzutreibenden Fenchelsamen übernommen, allerdings schwarze statt grüner Oliven (die ich nicht besonders mag) genommen und ein paar getrocknete Tomaten hineingeschmuggelt. Damit ist der Sugo natürlich nicht mehr original, aber immer noch lecker.

Weil noch frische Tagliatelle vom Markt im Kühlschrank warteten, wurde die Pasta kurzerhand mit “Pasta lunga” statt “Pasta corta” zubereitet.

Geblieben ist aber die Basis, nämlich frische, aromatisch duftende, süße und vor allem rohe Tomaten. Zwar waren es keine Andentomaten, aber auch die Tomaten meines Tomatenmanns können sich durchaus sehen (und essen) lassen.


Pasta alla Checca

Zutaten:

1 Portion frische Tagliatelle
1-2 EL Olivenöl
40gr. entkernte, schwarze Oliven
zwei Hand voll aromatische Tomaten (ich mag sie durchaus reif)
2 EL gewaschene und kleingehackte Petersilie
1 EL gewaschenes und kleingehacktes Basilikum
3 getrocknete und eingelegte Tomaten, klein gehackt
Salz, Pfeffer, Pepperoncino-Gewürz

Zubereitung:

1. Die Pasta wie gewohnt in Salzwasser kochen.

2. Die Tomaten waschen, kleinschneiden und in einem Sieb abtropfen lassen und dann in einer Schüssel mit den Oliven, den getrockneten Tomaten, den Kräutern und dem Olivenöl vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3. Die Pasta über einer anderen Schüssel absieben und in dieser vorgewärmten Schüssel die Nudeln mit den angemachten Tomaten vermischen.


Bewertung: 5 Sterne: ★★★★★

11 Kommentare zu “Campingkocherkompatibel: Juttas “Pasta alla Checca””

  1. lamiacucina

    Damit könnte man es eine ganze Weile aushalten. Vorausgesetzt der Tomatennachschub funktioniert.

  2. Alex

    Wir sind eindeutig auf einer Wellenlänge!

  3. Tina

    Das sieht sehr lecker aus…. Diese Pasta steht bei mir auch auf der Nachkochliste…

    Fenchelsamen bekommt man gut im Asialaden..

  4. BHS

    Lecker, aber was ist das fuer ein Gewuerz?

  5. Barbara

    Super sonnige Fotos und Rezept!

    Fenchelsamen nehme ich immer aus Teebeuteln raus… Fencheltee ist günstig zu kriegen und bei mir immer da

  6. Isi

    Die haben mir auch bei Jutta schon gefallen. Schaut sehr lecker und frisch aus.

  7. Christina

    Joah, also ich komm dann mal zum essen, ne…! Trifft total meinen Geschmack und sieht soooo schön nach Sommer aus.

  8. Jutta Lorbeerkrone

    Deine Pasta alls checca sieht sehr, sehr lecker aus! Und mit Bandnudeln schmeckt sie bestimmt besser als mit der kurzen Pasta…

  9. Suse

    Was nicht ist, kann ja noch werden: das Wasser schiebt sich ja noch die Elbe herunter, da kann Hamburg durchaus noch nasse Füße bekommen.

    Aber mit einem Vampingkocher wäre man da sicher gut aufgestellt…dann müsstest…äääh…dürftest du täglich solche schnelle Pasta essen.

  10. Sophie

    @ Robert: Der hat natürlich oberste Priorität.
    @ Alex: :-) Stimmt!!
    @ Tina: Kann ich nur empfehlen. Danke für den Tipp mit dem Asialaden, hab einen um die Ecke…
    @ BHS: Pepperoncino-Gewürz? Mein Standard-Gewürz für schnelle Pasta, Importware aus Italien. Guck mal z.B. hier: http://www.gewuerz-express.de/gewuerzmischungen/aglio-olio-e-peperoncino-gewuerzmischung/a-146/
    @ Barbara: Vielen Dank, freut mich sehr! Das mit den Teebeuteln ist ne super Idee.
    @ Isi: Sind sie auch! Und gesund. Und wirklich in null-komma-nix zubereitet. Perfekt also ;-)
    @ Christina: Ich deck schon mal den Tisch…;-)
    @ Jutta: Grazie mille! Ich werd sie aber sicherlich auch mal mit Penne probieren.

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