In Haidhausen in München gibt es ein ganz zauberhaftes Cafè/Bistro, das Kloster, das inmitten von kleinen niedrigen Häuschen liegt, so dass man sich ein bisschen wie ein Hobbit fühlt. Abgeschlossen vom Rest der Welt, geht hier alles einen etwas langsameren Gang.

Zwar ist das Frühstück nicht der Kracher, aber die Tagesgerichte sind wirklich lecker und immer sehr ansprechend präsentiert. Neulich aß ich dort in netter Runde einen Blattsalat mit Erdbeeren und Ziegenkäse. An sich nichts Phänomenales, aber der Ziegenkäse – eine äußerst großzügige Scheibe -  war auf den Punkt gebacken, mit einer goldgelben Kruste und so richtig schön schmelzend. Seitdem habe ich permanenten Heißhunger auf dieses Gericht.

Leider war im gut sortierten Supermakt an der gut sortierten Käsetheke die angepeilte Ziegenkäserolle schon ausverkauft. Also nix mit Kruste. Notgedrungen wurde es ein Ziegenkäse mit Honig, auch sehr lecker, aber der karamellisiert halt nicht so schön.

Als kleine “Entschädigung” hab ich ihn mit ein paar frisch gerösteten Pistazienkernen bestreut und dann in etwas Backpapier eingeschlagen. Während das Ziegenkäse-Päckchen im Ofen bruzzelt, bleibt genügend Zeit, um den Feldsalat zu putzen und die Beeren zu waschen.
Die passen nämlich geschmacklich wie optisch hervorragend zum Ziegenkäse.

Dazu gab es ein frisches Buttermilch-Dressing.

Zutaten:

pro Person 2 gute Hand voll Feldsalat (hier die großen braunen Salatblätter, die kleinen grünen gehen natürlich auch)
1 Hand voll Kirschtomaten
1 Hand voll Johannisbeeren
5 aromatische Erdbeeren
2 EL Walnussöl
2 EL Zitronensaft
3 EL Buttermilch
1 EL Joghurt
1 TL Akazienhonig
Salz, Pfeffer
eine dicke Scheibe Ziegenkäse mit Honig (oder den richtigen Ziegenkäse)
ein paar Pistazienkerne
Schale einer 1/2 Zitrone

Zubereitung:

Für das Dressing die Zutaten miteinander vermischen, das Öl zum Schluss unterschlagen. Feldsalat putzen, Johannisbeeren von den Rispen zupfen, Erdbeeren und Kirschtomaten waschen, trocknen und halbieren.
Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, abkühlen lassen. Den Ziegenkäse mit etwas geriebener Zitronenschale und den Pistazienkernen bestreuen und in Backpapier einschlagen, so dass ein Päckchen entsteht.
Im vorgezeizten Ofen bei ca. 180°C 20-25 Minuten backen.

Den Käse aus dem Päckchen wickeln und zum Salat essen, am Besten zu einem gut gekühlten Rosé.

8 Kommentare zu “Beeriger Blattsalat mit Ziegenkäse und Pistazien”

  1. Sylvia

    Ahhh, ein tolles Rezept, ich liebe Pistazien! Überhaupt ein toller Blog mit wunderschönem Header! :-)

  2. Eva

    Hallo Sophie,
    das ist ja ein schöner Blog – warum kenne ich den noch gar nicht? (bist du nicht bei genussblogs gelistet?)
    Ich danke dir auch für deinen Besuch und netten Kommentar auf meinem Blog.
    LG Eva

  3. Juliane

    Ziegenkäse all over! Ist ja aber auch superlecker :) Sehr schöne Kombi, mag ich alles: Ziegenkäse, Pistazien, Johannisbeeren…

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  4. Sophie

    @ Sylvia: So was hör ich gern!! Vielen Dank für die Blumen.
    @ Eva: Du hast Recht, bin ich nicht, bis dato hab ich mich auf die Mund-zu-Mund respektive Blogroll-Propaganda verlassen. Und mit ein bisschen Geduld wird man auch so irgendwann sichtbar ;-) Aber vielleicht sollte ich mich da auch mal melden.
    @ Juliane: Wie deine Crostinis….

  5. Arthurs Tochter

    ihn mit Pistazien zu kombinieren ist ein guter Tip,das merke ich mir!

    Wenn Du so auf Ziegenkäse stehst, ich habe ein tolles Rezept für ein Paffait, das ich mal bloggen werde.

  6. Sophie

    @Arthurs Tochter: Da bin ich gespannt! Meintest du Parfait oder kenn ich da was noch nicht?!

  7. kitchenroach

    Das liest sich wunderbar. Bekommt die Kaeserolle im Backpapier eine Kruste beim Backen?

  8. Sophie

    @Kitchenroach: Leider nicht, aber das liegt wohl eher am eher frischkäsigen Käse. Wenn man die Käserolle mit Rinde nimmt, wird er wohl eher schön braun.


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