In den kommenden Wochen werde ich mich ordentlich am Riemen reißen und den inneren Schweinehund an die Leine legen müssen. Es sind weniger die zehn Kilometer beim Nike We Own the Night-Run Berlin, vor denen ich mich fürchte, als die 21,0975 Kilometer beim RheinEnergieMarathon in Köln. Vielleicht ist der erste Halbmarathon ein wenig so wie das erste Tattoo: Man ist fasziniert davon, plant in Gedanken schon wann, wo und wie – und macht am Ende doch wieder einen Rückzieher. Besser wird es dadurch allerdings nicht: Je länger man wartet, umso heftiger wird die Sehnsucht. Und irgendwann verkehren sich die Pläne in ein Traumbild, das in unerreichbare Ferne rückt.

Eine Pattsituation, aus der es eigentlich nur einen Ausweg gibt: Augen zu, Körperspannung aufbauen – und Sprung! Zumindest beim Kölner Stadtlauf gibt es für mich jetzt kein Zurück mehr: Der Knopf ist gedrückt, die Anmeldung durch und der Freundes-/Bekanntenkreis dank des Personal Trainers an meiner Seite umfassend informiert. Vielleicht muss das so sein, damit man sich am Ende nicht doch noch wie ein Feigling aus der Affäre ziehen kann. Ab sofort heißt es deshalb ran an die Reserven und drei mal wöchentlich Training. Ausreden? Werden zu Smoothie püriert.

Klar, dass sich der verstärkte Fitnesseifer auch ein wenig in meiner Ernährung widerspiegeln wird: Ein wenig Superkraft durch Superfood kann ja nicht schaden. Verbote sind eindeutig verboten, die ziehen nur runter, stattdessen gibt’s selbst gemachte Fruchtshakes – die verleihen bekanntlich Flügel. Vor allem jetzt, wo gerade ein Hochleistungsmixer zur Probe bei mir eingezogen ist und meine Küche in ein kleines Himmelreich verwandelt.

Mit Küchengeräten ist das nämlich nicht so viel anders als mit oben aufgezählten Dingen: Man ist fasziniert von ihnen, plant in Gedanken schon, was (man alles mit ihnen machen kann), wie (man am besten das Kleingeld für sie zusammenbekommt) und wann (man sie endlich sein Eigen nennen darf). Und fragt sich, nachdem man es endlich durchgezogen hat, wie man jemals ohne sie leben konnte.

 

Passionsfruchtiger Papaya-Powersmoothie mit Ananas und Kardamom

Zutaten:

½ Papaya
4 Passionsfrüchte
1 Ananas
2 Prisen Kardamom

1. Die Papaya von den Kernen befreien (geht am besten mit einem Löffel). Schälen und grob würfeln. Die Passionsfrüchte halbieren und das Fruchtfleisch herausschaben. Wer die Kerne nicht mag, kann das Mark durch ein Sieb gießen. Die Ananas schälen, vierteln, den harten Strunk in der Mitte herausschneiden und das Fruchtfleisch grob hacken.

2. Alle Zutaten in den Standmixer geben und unter Zugabe von ein wenig Wasser fein pürieren. Mit dem Kardamom verfeinern und evtl. mit ein wenig Honig abrunden.

3. Vier Gläser kalt stellen und mit dem Smoothie befüllen. Sofort genießen.

5 Kommentare zu “(Smoothie-) Himmel und (Trainings-) Hölle: Passionsfruchtiger Papaya-Powersmoothie mit Ananas und Kardamom”

  1. Miri

    Liebe Sophie!
    Ich kann mir so gut vorstellen, wie es dir geht! Ich bin letztes Jahr im Dezember meinen ersten Halbmarathon gelaufen. Den ersten Kilometer war ich total panisch, weil mich gefühlt 100.000 Läufer überholt haben, aber dann hatte ich mein Lauftempo gefunden und es hat Spaß gemacht! Ich freu mich schon auf meinen nächsten im September.
    Bei allem Trainieren: verlier den Spaß nicht und ganz viel Glück dir :) Lg, Miri

  2. nata

    Vom Marathon und anderen Wettrennen halte ich mich fern. Aber vielleicht laufen wir uns ja mal beim Training im Stadtwald über den Weg? ;o)

  3. Lena

    Liebe Sophie,

    mach dir keine Gedanken um den Halbmarathon, ich hab schon einige hinter mir, auch einige mit mehr Kilometern. Ein Halbmarathon kannst du noch ziemlich einfach aus dem 10 km-Training schaffen, das Wichtige ist nur, dass du oft läufst, es müssen nicht unbedingt jedesmal 15 km sein. Die Menge und das Adrenalin pushen dich so sehr, dass du die Kilometer überhaupt nicht spürst! Viel Erfolg! Und ja natürlich Powerfood hilft, nach dem Lauf vor allem eine geile Pizza :))
    Liebe Grüße, Lena

  4. Anni

    Sophie, Du schaffst das! Übrigens super-Smoothie,werde ich austesten! Bis ganz bald, Drück Dich! Anni

  5. Markus

    Hey Sophie,

    2014 scheint das Jahr zu sein, in dem jeder mal wirklich seine guten Vorsätze in Angriff nimmt. Ich bin nun auch schon seit 3 Monaten fleissig im Fitnessstudio und man merkt einfach, dass der Sport einem ein Stück mehr Lebensgefühl gibt. Man fragt sich dann, warum man nicht schon früher mit dem Training angefangen hat. Ist wie mit den Küchengeräten. Hat man erst mal angefangen, fragt man sich, wie man es vorher ohne aushalten konnte. ;) Und klar tun manchmal die Arme weh, oder man hat Muskelkater zum Umfallen, aber seit ich in irgend nem Film den Spruch “Schmerz ist Schwäche die den Körper verlässt” gehört hab, macht mir das gar nix mehr aus.

    Ich bin immer sehr dankbar für jedes leckere Smoothie-Rezept, denn ich ernähr mich zwar immer noch wie bisher, aber so ein kleiner Fruchtkick zwischendurch ist einfach genial.

    Viel Spaß weiterhin beim Trainieren und das mit dem Marathon klappt schon. Ich würd ja auch gern mal einen laufen, hab aber blöderweise ne Knieverletzung aus der Kindheit, die mir da nen Strich durch die Rechnung macht.

    Möge der Schneebesen, bzw. in deinem Fall der Marathon-Gott, mit dir sein,
    Liebe Grüße,
    Markus


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