Das hier ist eine Avocado-Mango-Salsa. Mit viel Koriander und noch mehr Schweiß zubereitet (nicht als Grundzutat missverstehen). Aber nicht etwa, weil es so heiß war, sondern mein Puls seit gut einer Woche auf Hochtouren lief.

Am Samstag hatte ich schriftliche Abschlussprüfung. Bei gefühlten 45°C und mit müden Augen habe ich den Schlotz runtergeschrieben, den ich mir seit Wochen ins Kleinhirn gepresst habe, wobei ich allerdings resigniert feststellen musste, dass sich das ein oder andere dann doch in die letzte Nische desselbigen verkrochen hat. Was soll’s, vorbei is vorbei und bestanden ist bestanden (hoffe ich jedenfalls).


Vielleicht haben die Vitamine auch meine (Nerven-) Kräfte aktiviert, jedenfalls behaupte ich das hier mal, denn wie sonst sollte ich rechtfertigen, dass ich mir trotz all der Paukerei noch die Zeit zum Kochen genommen habe?! Meist half die halbe Stunde Schnippeln und Braten aber auch, um das Ganze sacken zu lassen. “Performative Konstruktion von Gender” – hack – “Interdependenzgeflecht differenzialer Konstellationen” – hack – “polyphones Konglomerat polyvalenter Thesen”- hackhackhackhackhack. Andere reagieren sich auf dem Crosstrainer ab, ich misshandle mein Gemüse.


Dazu gab’s ein kleines Rumpsteak und ein Glas Rosé. Mit Alkohol im Blut lässt es sich wunderbar lernen.
Nur zittern dann die Finger ein bisschen (siehe die verwackelten Fotos). Vielleicht lag’s aber auch an der Panik….


Rezept für die Avocado-Mango-Salsa:

Zutaten:
eine reife Hass-Avocado
1/2 reife Mango
1 Chilischote
1/2 halbes Bund frisches Koriandergrün
Saft und Schale einer Limette
eine Hand voll Alphalpha-Sprossen
Salz, Pfeffer
2 TL Arganöl

Zubereitung:

Die Avocado  halbieren und mit dem Löffel aus der Schale heben. In kleine Würfel schneiden und mit etwas Limettensaft beträufeln.
Die Mango schälen und vom Stein schneiden, ebenfalls in Würfel schneiden.
Die Chili entkernen und fein hacken, den Koriander auch fein hacken (ich hacke die Stiele immer mit, mich stört das nicht – wir sind ja hier nicht im Restaurant.)
Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und vorsichtig miteinander vermischen (vorsichtig, weil die Avocado sonst schnell zerdrückt). Die Alphalpha-Sprossen unterheben und das Arganöl, die Schale sowie den Saft der Limette dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Fertig.

5 Kommentare zu “A wie “Avocado”. B wie “Bestanden”…..M wie “Mut zur Lücke”. Oder Mango.”

  1. Christina

    Bestanden, Glückwunsch! Kochen hat was obermeditatives, kann dabei auch 1a abschalten, wenn ich nach nem stressigen Tag heimkomme. Die Salsa geht für mich schon fast als Sommersalat durch, feini! :-)

  2. Arthurs Tochter

    Bei diesen Bildern ist das “summa cum laude” vorauszusehen!

    Geht mir ähnlich – entweder Kochen oder Yoga. Beides hat so etwas kontemplatives.

  3. lihabiboun

    Was müssen Sie Ärmste denn für einen Nonsense lernen???? Da lobe ich mir doch diesen prächtigen Salat, was für eine appetitanregende Idee, auch bei diesen wüstenartigen Temperaturen. Danke!

  4. Andreas

    Ich drücke dir die Daumen, dass du bestanden hast…. stell dir mal vor, du müsstest nochmal antreten. Das wäre wohl nicht wirklich zu ertragen – bei diesen Zungenbrechern.

  5. Sophie

    Vielen lieben Dank!! So, und nun der Reihe nach:

    @ Christina: Stimmt, kann man auch als Salat verkaufen. Hmmm, sollte ich gleich noch mal machen.
    @ Arthurs Tochter: Für Yoga bin ich leider zu hibbelig. Immer wieder versucht, glorreich gescheitert. Tut aber tatsächlich gut…Wie fährst du dich da runter?!
    @ Lihabiboun: Spaß ist was anderes, aber wer weiß, wofür ich das später mal gebrauchen kann? ;-)
    @ Andreas: Puh, das wäre ein Alptraum. Dann müsste ich ja jeden Tag Avocado-Mango-Salat und Hacksteak essen.


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