
Das Wurzelstück isst man nicht mit, das wäre きしょい (eklig) und würde auch den feinen Zitronengrasgeschmack trüben.

Enoki Pilze sind in Japan das, was für die Berliner die Currywurst ist. Im Gegensatz zur germanischen Kultwurst wird der Flammulina velutipes in Japan seit über 300 Jahren kultiviert, das sagt schon mal einiges. Von seinem seltsamen Äußeren sollte man sich nicht abschrecken lassen (hier gibt es Parallelen zur Currywurst) – die Pilze schmecken wirklich sehr lecker und sind zudem vollgepackt mit allerlei Vitaminen, Mineralien, Proteinen und Antioxidantien. NATÜRLICH beeinflussen sie das Immunsystem positiv und NATÜRLICH sagt man dem Pilz wahre Wunderkräfte nach (hier hören die Parallelen dann auf).
Also, ich nehme dann mal die doppelte Portion Wunderkräfte, bitte.

Enokipilz-Zitronengras-Suppe mit Zander und Thaibasilikum
Zutaten
- 1 l Gemüsebrühe
1 EL Sesamöl
1/2 Knolle Galgant (oder Ingwer)
1 kleine grüne Chilischote
2 Frühlingszwiebeln (oder 5 dünne Asia-Frühlingszwiebeln)
1 Strunk Enoki-Pilze
8 Stangen asiatischen grünen Spargel
eine Hand voll Zuckerschoten
200 g Zander (oder anderer moralisch vertretbarer Fisch)
1/2 l Kokosmilch
2 TL Limettensaft (frisch gepresst)
1 TL Fischsauce
1 TL Zucker, Szechuanpfeffer (frisch gemahlen)
ein paar Blätter frischer Thaibasilikum und Koriander
Zubereitung
1. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Grün beiseite legen. Die Bohnen oder Zuckerschoten blanchieren, den grünen Spargel ebenso (wenn es der asiatische, dünne Grünspargel ist, reicht 1 Minute!). Chili halbieren, Kerne entfernen und fein hacken. Galgant (oder Ingwer) fein reiben.
2. Öl in einem Wok oder einer tiefen Pfanne erhitzen. Galgant und Chilischoten kurz anschwitzen, dann die Frühlingszwiebeln (das Weiße) dazugeben. Kurz mitdünsten. Die Enoki-Pilze vom Strunk schneiden und dazugeben. Mit der heißen Gemüsebrühe ablöschen, kurz aufköcheln lassen. Dann die Hitze reduzieren und für ca. 2-4 Minuten simmern lassen.
3. Kokosmilch unterrühren. Den Zander in mundgerechte Stücke schneiden und in die Suppe gleiten lassen. Kurz (ca. 4-5 Minuten) mitköcheln lassen (aber nicht länger, sonst wird er trocken). Zuletzt das blanchierte Gemüse zur Suppe geben und nur noch kurz erwärmen.
4. Die Suppe mit Limettensaft, Fischsauce, Zucker und Szechuanpfeffer abschmecken. Mit Koriander und Thaibasilikum bestreuen und sofort servieren.
Zubereitungszeit: 40Minuten
うまい (甘い [2]; 旨い) (sehr lecker): ★★★★☆







魅力的な (entzückend)
Kriegt man direkt Lust auf Suppe – wie gut, dass wir heute Abend noch zu Suppe eingeladen sind
それは非常においしいね!
Da gefällt mir alles, vom Enoki über den Spargel bis zum Zander, sowieso mein Lieblingsfisch: 私はザンダーを愛して! <3
Liebe Grüße,
Lilly
こんばんわ – ich habe erst kürzlich mit Japanisch angefangen, mehr kriege ich noch nicht hin. Ihr seid ja hier Spezialisten!
Enoki mag ich auch gerne und kaufe sie, wenn ich sie mal sehe und es gerade passt. Deine Suppe klingt nach meinem Geschmack.
Noch eine bekennende Enoki-Liebhaberin. Ich liebe sie in dunklen Misosuppen, aber auch zu mariniertem Rindfleisch sind sie toll – war richtig, dass Du nicht fastest?
Hab ich dir schon mal gesagt, daß es kein einziges Gericht gibt, was ich von dir nicht nachkochen würde? Ja, hab ich. Liebe auch Enoki!
@ Chef Hansen: めしあがれ!; 召上れ!; 召上がれ! (Guten Appetit!)
@ Lilly: Ich bin mir gerade nicht so sicher, ob Zander auch in Japan verspeist wird? Wobei das momentan sowieso ein heikles Thema ist…
@ Barbara: Also ich finde, du machst das schon ganz gut
@ Missboulette: Nee, ich doch nicht. Zu Rindfleisch stelle ich sie mir klasse vor.
@ Alex: Come mi rende felice!! Geht mir bei dir aber genauso!