
In den letzten Wochen hab ich kaum den Herd berührt, jedenfalls nicht den heimischen in Hamburg (ohnehin eine lahme Krücke). Umso seltsamer, dass ich mich nach der letzten Prüfung nicht sofort verbarrikadiert und in Küchenexzesse gestützt habe. Im Gegenteil: Wo sich sonst die Ideen überbieten, war nur noch Leere im Kopf, wenig Appetit statt post-graduierter Hungerattacken, außerdem konnte ich meinen Computer nicht mehr sehen.
Inzwischen habe ich die Chipskrümel wieder aus der Tastatur gekratzt und “den-Blog-auf-Vordermann-bringen” auf die To-Do-Liste gepackt, ganz oben, an erster Stelle, auf dass es mich jeden Tag an meine Blogger-Pflichten gemahnen möge.
Hab aber immer noch keinen Appetit.
Keinen rechten.
Nur bei Steinpilzen, da werd ich schwach. Und wenn Mutti kocht. Schmeckt ja immer am Besten zu Hause. Blöd, dass Hamburg kein Vorort von München ist. Oder andersherum. Aber dann hätte es wohl eher Heringsstrudel gegeben.

Schneller Steinpilzstrudel
Zutaten
- 2 Bahnen Strudelteig
250 g Steinpilze (alternativ: Kräuterseitlinge, Austernpilze oder schnöde Champignons)
1 Knoblauchzehe
1/2 Zwiebel
20 g Butter
1 TL Olivenöl
2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
frische Kräuter (Basilikum, Schnittlauch, Thymian), gehackt
3 EL Crème fraîche
Salz, Pfeffer
Zubereitung
1. Die Steinpilze mit einer Pilzbürste oder Küchenkrepp vorsichtig säubern, ggfs. die Lamellen entfernen. Pilze in Stücke schneiden.
2. Knoblauch und Zwiebel fein hacken. In einer heißen Pfanne in der Butter und dem Olivenöl glasig dünsten, dann die Steinpilze hinzugeben und ca. 5 Minuten braten. Dabei mehrmals wenden. Die Frühlingszwiebeln hinzugeben und kurz mitbraten, dann vom Herd ziehen. Mit den frischen Kräutern und Salz&Pfeffer abschmecken.
3. Den Strudelteig vorsichtig entrollen oder entfalten und zwei Teigbahnen übereinanderlegen (wer es dünner mag, nimmt nur eine, allerdings darf die Füllung dann nicht zu saftig sein, sonst suppt die Chose durch). Die Steinpilzmischung gleichmäßig auf dem Teig verteilen und mit der Crème fraîche bedecken. Von einer Seite her zu einem langen Strudel verschließen. Kann, muss aber nicht: Teigoberfläche mit Butter bepinseln.
4. Den Strudel bei 180 °C ca. 15-20 Minuten backen.
Schmeckt fantastisch heiß oder lauwarm zu einem grünen Salat und einem Glas Grünen Veltliner. Oder zwei, oder drei. Der Durst ist noch derselbe !
Zubereitungszeit: 30 Minuten







Wieder mal auf den oberletzten Drücker aber dafür die allerherzlichsten Glückwünsche zu den bestandenen Prüfungen! Und so ein kreatives Päuschen tut manchmal gut, so lange der Durst nicht nachlässt
. Freue mich aber, wieder von dir zu lesen, also hoffentlich kommt der Hunger auch bald wieder.
uiiiiiiiii … schaut ja lecker aus!!! jetzt hab’ ich ein ziel für’s wochenende
Herrliche Aussichten, mit dieser to-do-liste. Den Pilzstrudel nehm ich mir, falls es noch gute Steinpilze gibt.
Bekocht werden ist ja auch immer mal schön!
Als ausgesprochener Steinpilzfreund freue ich mich immer über neue Rezepte wie auch dieses hier!
eine ausgezeichnete idee dein pilzstrudel – ich gebe noch ei-obers(sahne)-getränkte briochewürfeln in die füllung – machts etwas kompakter
Das ist wirklich was feines, nehm ich auch mal mit.