Eine wahre Plage, diese Kürbisrezepte. Springen einem gerade überall entgegen. Gefüllt, geschmort, gebraten, püriert, gedämpft, gestampft. Noch nie Kürbissuppe gekocht? Halber Mensch! Inzwischen hat das magenschmeichelnde Gemüse fast schon allegorischen Charakter: Herbst ist, wenn du Kürbis machst.

Daher prangt so ein orangenes, schrumpeliges Ding auf fast allen Food-Titeln, pauswangige Kinder essen artig ihre Portion Signalfarbengemüse auf, zum Nachtisch gibt es ein Stück Pumpkin-Pie und aus dem Hohlkörper wird ein recycelbarer Halloween-Spaß.

Ich kann Halloween nicht leiden.
Aber ich mag Kürbis.

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Blattsalate mit Pfifferlingen? Gab es hier doch schonmal. Im Juli, damals abgelichtet in Hamburg auf der Redaktionsterrasse, bei gut 26 Grad. Heute zeigt das Thermometer fiese 8 Grad, H.’s Münchner Dachgeschosswohnung hat keine Terrasse, beim Joggen friere ich wie ein Schneider und die gute Laune ist auf Null, weil ich nur den linken Handschuh wieder gefunden habe.

Wo ist der Rechte? Ist Leibesertüchtigung unter widrigen Bedingungen gesund oder bekloppt? Und was esse ich heute zu mittag?
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Sprossenbrot macht Wangen rot…..

….so rot wie diese Tomatensuppe mit viel frischem Kerbel, Pinienkernen und Walnussöl.
Und genau das Richtige nach einem feucht-kalten Stadtbummel, den ich in einem Anflug von Leichtsinn im Wollponcho begonnen und im Anflug einer Erkältung mit Kratzen im Hals beendet habe.

Dabei hing der Mantel schon geschniegelt und gestriegelt am Haken. Aber Mantel fühlt sich eben schon so nach Winter an und ich habe doch noch Herbstnachholbedarf!

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Ankerklause


Frühstück in Berlin? Keine Ahnung, wo es das beste Omelette der Stadt gibt, aber einen vernünftigen Cortado haben wir in der Ankerklause getrunken, als wir auf der Durchreise eine Nacht bei Freunden blieben. Der Hunger war ohnehin nicht allzu groß, da wir uns am Abend zuvor im berühmt-berüchtigten Punk-Italiener (offiziell bekannt unter dem Namen “Il Casolare”) eine dieser göttlichen, wagenradgroßen Pizzen reingefahren hatten, die einen nach vollbrachter Tat leicht beschwert, aber grundzufrieden in die Kissen sinken lassen.
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Heimatbesuch mit Steinpilzstrudel

In den letzten Wochen hab ich kaum den Herd berührt, jedenfalls nicht den heimischen in Hamburg (ohnehin eine lahme Krücke). Umso seltsamer, dass ich mich nach der letzten Prüfung nicht sofort verbarrikadiert und in Küchenexzesse gestützt habe. Im Gegenteil: Wo sich sonst die Ideen überbieten, war nur noch Leere im Kopf, wenig Appetit statt post-graduierter Hungerattacken, außerdem konnte ich meinen Computer nicht mehr sehen.
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I’m back!

Unglaublich, wie hier sechs Wochen ohne nur einen einzigen Eintrag vergehen konnten. Der Lohn für die unfreiwillige Koch- und Blog-Abstinenz: Alle Abschlussprüfungen abgehakt, überlebt und bestanden.
Dann: FREIHEIT!
Außerdem: H. zurück aus New York.
Und: 5 Tage Schottland.
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