Die Pilzsaison ist da! Eigentlich bekommt man sie ja schon länger, aber erst im Spätsommer bzw. Frühherbst ist der Appetit auf frische Pfifferlinge, Steinpilze, Maronen und Egerlinge zum Heißhunger ausgereift und man träumt nachts von heißer Pilzsuppe und Semmelknödel mit Rahmschwammerl. Oder bin ich hier die Einzige, die sich in so was reinlegen könnte?
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Auch wenn ich versuche, euch nicht mit “Nachgekocht”-Posts über Gebühr zu langweilen, hole ich mir gerne Inspiration von anderen Foodblogs (wo auch sonst?!) Und ich koche natürlich – wie wir alle – das ein oder andere nach. Ok, sagen wir, ich nehme mir vor, es nachzukochen. Denn mit dem Abbau des vielzitierten “Nachkochstapels” hapert es auch bei mir. Wenn ich ehrlich sein soll, das exzessive Lesen und Verfolgen der Ergüsse und Genüsse der Kollegen kann einem durchaus auch mal den Schweiß auf die Stirn treiben. Alles nachzukochen, was in der Blogosphäre gekocht wird, gleicht wohl dem Versuch, einen Pudding an die Wand zu nageln.
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Ich bin ein großer Fan von Quark. In Florenz bin ich einmal wegen eines partout nicht mehr zu unterdrückenden Appetits auf Käsekuchen einen halben Tag durch die Straßen gelaufen, auf der Suche nach Quark (oder Topfen, wie die Österreicher sagen würden). Als ich dann endlich in einer kleinen Seitengasse einen Bioladen mit Berchtesgadener Milchprodukten gefunden hatte, war die Lust so groß, dass ich den Quark einfach so aus dem Becher gelöffelt habe.
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Am Wochenende gab’s Musik auf die Ohren!
3 Tage lang Dockville pumpten Serotonine durch den Körper und füllten den leergelebten Glücksspeicher wieder auf.
Meine persönlichen Higlights: Delphic, The Drums, Cats on Fire, Friska Viljor, die Klaxons und Fanfarlo.
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Einmal im Jahr überkommen mich Gelüste nach Kalbsleber. Im Leben nicht würde ich Leber einfach so im Restaurant bestellen, wenn ich stattdessen, sagen wir, Lammhüfte haben könnte. Selbst zubereiten? Ach nö. Aber einmal im Jahr brauche ich Eisen, die volle Dröhnung. Kross gebraten muss sie sein, die Kalbsleber, würzig und mit “Vogerlsalat”.
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Es ist wieder soweit: Das Lernfieber hat mich gepackt und niedergestreckt. Der Wohnzimmertisch gleicht einem Schlachtfeld, auf dem sich Bücher, Folianten, Skripte, Zettelfetzen, Spitzer, Spitzerbrösel und abgekaute Bleistifte türmen. Mein MacBook ächzt. Es würde lieber Foodfotos bearbeiten als sich mit Medientheorien beschäftigen.

Nützt aber nichts. Also sag ich mir den ganzen Tag: Endspurt! und: “baldistallesvorbeiganzsicherwirstduesschaffenundjetztmachendlichlos!”
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Most wanted: Fruchtradler


Hamburg Sommer 2010.
Essen auf Rädern erreicht nun auch die Generation Ü 30. War abzusehen.

Das Ding fuhr mir neulich den gesamten Weg von der Arbeit nach Hause vor der Nase her. Konnte kaum in die Pedale treten vor Lachen. Dann an der Kreuzung endlich ROT und ich – paparazzilike – zückte reflexartig die Kamera.

Was’n Spaß.

Ich für meinen Teil kauf mir mein Obst lieber selbst, aber wenn man mehr Geld als Zeit hat, kann man seine Aprikosen auch bei Bio-Bob ordern.

Und sagt am Telefon, ihr wollt den netten Typen von der Kelly-Family als Boten. Der hat nach meiner Knips-Aktion nämlich ganz schnell die (Frucht-) Fliege gemacht….

Heilbutt mit Estragonhaube


Warum haben eigentlich so viele Menschen ein Problem mit Fisch? Ich kenne einen Haufen Leute, die “eher nicht so gern” Fisch essen, Meeresfrüchte unappetitlich finden und sich vor Pulpo oder Tintenfisch richtig grausen. Da geht es aber nicht nur um den Saugknopf an ihrem Essen, sondern um einen ins fast schon Hysterische gesteigerten Ekel (schlupfrig, schleimig, etc.). Natürlich spielt der Geruch auch eine Rolle. Und eine in der Kindheit angelegte “Was-der-Bauer-nicht-kennt”-Mentalität.
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Neulich, Alice im Wunderland:
Eigentlich auf der Suche nach einem simplen Küchensieb, wanderte auf wundersame Weise auch dieser Julienneschäler in den Einkaufskorb der unschuldig Verführten. Kaum zuhause, schloss sie sich in ihrer Küche ein und blieb dort tagelang, ohne zu ruhen und zu rasten und schnitt und schnippelte und schälte, bis ihre Finger brannten.
Da erhob sich der Julienneschäler auf wundersame Weise und fing an, von selbst zu schälen und er schälte das gesamte Gemüse, von hinten bis nach vorne und wieder zurück. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schälen sie noch heute.

Seit letztem Freitag bin auch ich Besitzerin dieses kleinen Werkzeugs. Is zwar nicht der Schönste, aber er tut brav seinen Dienst. Für all jene, deren Synapsen noch ordentlich funktionieren, stellt sich natürlich die Frage, ob man so was wirklich braucht. Für Kochverrückte gibt es nur eine einzige Antwort:

“Ich konnte ohne Julienneschäler einfach nicht mehr leben!”

Nun hängt das tapfere Schneiderlein ganz beseelt neben meinem Sparschäler und der Mikroplane-Reibe und ich schnitze seit Tagen überglücklich mein Gemüse in zarte, hauchdünne Streifen. Karotten, Zucchini und Gurken, Kohlrabi, Rettich und Kartoffeln. So wie Alice.

Nur sprechen kann er nicht, mein Julienneschäler.

Schade eigentlich.

Woher ich dieses Rezept habe? Keine Ahnung. Ich kenne keine Kreolen. Und ich habe auch nur eine wage Vorstellung davon, was authentische kreolische Küche ausmacht. “Die” kreolische Küche scheint es nicht zu geben, vielmehr ist sie ziemlich heterogen und ein Mosaik verschiedener Einflüssen der westindisch-karibischen, französischen, englischen, spanischen, afrikanischen und asiatischen Küche. Fusionsküche also.
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