Beziehungsfreundliches 2-Gänge-Menü

Wahrscheinlich könnte ich genauso gut Pasta mit Tomatensoße und davor ein paar Crostini mit Olivenpaste aus dem Glas machen. Ich bin mir sicher, H. wäre genauso glücklich. Vielleicht sogar noch ein Stück glücklicher, denn dann müsste er seine Freundin nicht mit dem Küchenequipment teilen und könnte einen ruhigen Abend mit mittelprächtigem Essen, aber in trauter Zweisamkeit verbringen. Schließlich sehen wir uns meist nur am Wochenende.
Bedauerlicherweise bin ich zu einem solch schnöden Wiedersehens-Mahl selten in der Lage. Stattdessen spule ich (wenn meine Festplattenkapazität es zulässt) im Kopf diverse Menüfolgen durch; überlege, was ich schon immer mal machen wollte und wozu jetzt die ideale Gelegenheit wäre; was noch verwertet und was noch besorgt werden müsste; und – nicht ganz unwichtig – wie lange ich dafür in der Küche stehen müsste.

Manchmal darf es etwas länger dauern – manchmal muss es schnell(er) gehen…….

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Pesto-Productions

Hier das Ergebnis einer resoluten Gefrierschrank-Inspektion.
Erstaunlich, was dort noch so alles schlummert. Angeeiste Hähnchenbrust, halbe Brotlaibe, was Gelbes (ach so, Pfirsiche!) und ein beachtlicher Kräutervorrat. Langsam ist aber mal Schluss mit dem Winterschlaf.
Also, lieber Koriander, jetzt kommt ein wenig Frühlings-Gymnastik. Blättchenstrecken und Mixerwirbeln. Das tut guuuuuuut!
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Morgens gemacht, abends gegessen. Dazwischen lagen 450 km Autofahrt von Leipzig nach München, die diese wunderschöne Spargeltarte ohne Kratzer und Geschmacksverlust überstanden hat.
Gesehen hab ich sie bei Schöner Tag noch! und da ich eine Schwäche a) für ästhetisches Essen und b) für grünen Spargel habe, war sofort klar, dass die Tarte nachgekocht wird. Die Zutatenliste ist überschaubar und der Zeitaufwand dank (Vollkorn-)Blätterteig kaum der Rede wert – ich hab sie tatsächlich zwischen Koffer packen und Auto einladen gemacht.

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Sardellen sind ja nicht jedermanns Sache. Als Kind mochte ich sie gar nicht – zu salzig, zu wabblig, zu intensiv. Heute pflege ich ein ambivalentes Verhältnis zu ihnen: Manchmal hab ich regelrecht Heißhunger auf die kleinen Sch…ätzchen – und manchmal kratze ich sie pikiert von meiner Pizza.

Es gibt aber ein paar Gerichte, in denen sie einfach das Tüpfelchen auf dem i sind. In grünen Oliven, in den Spaghetti alla puttanesca, im Salade nicoise. Und im Dressing für diesen typisch umbrischen Römersalat. Der hatte das blöde Caesar’s Dressing sowieso schon längst über.

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…und lindert meinen Trennungsschmerz.

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Dies ist ein Plädoyer für die Flüssignahrung. Keine Angst, ich bin weder auf Diät noch habe ich mir bei der letzten Radtour durch Leipzigs schlaglochgesäumte Straßen die Zähne ausgeschlagen. Im Gegenteil, ich bin putzmunter – trotz oder vielleicht gerade aufgrund meines überdurchschnittlichen Konsums von Joghurtshakes und Kefirdrinks. Nennt mich Madame Buttermilch.

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Man muss sich nur ein wenig locker machen, schon fließen die Ideen. Wozu er nicht überall passt, dieser Bärlauch.
Hier habe ich Tranchen vom Lachs 2 Minuten von jeder Seite in ein wenig Bärlauchbutter gebraten, so dass er innen noch schön rosa war.
Den dazu servierten Salat von Nordseekrabben und hauchdünn gehobeltem Fenchel kann man auch solo mit knusprigem Weißbrot und etwas salziger Butter (pur!) genießen. So jedenfalls kenne ich das aus dem Norwegenurlaub.
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Relaxte Bistroküche

……genießt man am Besten im Kesselhaus in Leipzig.

Tatsächlich ist die Speisekarte überraschend fein – bei sehr humanen Preisen. Vor Jahren hatte ich hier schon mal gegessen und mir an der deftigen Küche den Magen verdorben. Seit jedoch vor ca. zwei Jahren die Besitzer wechselten, hat sich in Sachen Qualität einiges getan.
Zwar gibt es noch immer den obligatorischen preiswerten Mittagstisch mit Gerichten wie Gulasch, Eintopf und Pasta xy (praktisch für die umliegenden Büro-Angestellten), daneben kann man aber auch à la carte bestellen – mittags wie abends. Ab 18 Uhr gibt es zusätzliche (saisonale) Speisen von der wechselnden Spezialkarte.
Sommers sitzt man draußen vor der für Schleußig/Plagwitz typischen Backsteinkulisse, für die kältere Jahreszeit gibt es nebst dem gemütlichen Hauptraum auch einen roten Saal im Obergeschoß.

Ich hatte:

Frische Blattsalate, dazu gegrillten Halloumi, Strauchtomaten und “geminzte” Orangenfilets. Überraschend gut dazu: Die pinke Erdbeervinaigrette.


Statt eines Hauptgerichts reichte mir danach zur Stillung des Mittagshungers auch eines der Zwischengang-Gerichte:
Kaninchenfilet im Speckmantel mit mediterranem Linsensalat und Olivencrostini.
Sah nicht nur auf dem Teller fantastisch aus, sondern schmeckte auch so: Die Linsen noch bissfest und fein gewürzt, das Kaninchenfilet zart&mager, durch den Speckmantel aber durchaus saftig.

Nachtisch? Gibt es natürlich auch, genauso wie frisch gebackene Kuchen – z.B. Schoko-Kirschkuchen (mit richtig dicken Schokoladenstückchen!) oder Rhabarber-Kuchen mit Schlagsahne. Schmeckt am Besten zum perfekt zubereiteten Espresso.

Grüner Spargel + würziger Bärlauch = weltbeste Pastasoße.

Zumindest im Frühling könnte ich dieses Gericht jeden zweiten Tag essen. Vorsicht vor großen freilaufenden Löffeln: Die Soße ist schneller “wegpropiert” als man gucken kann.

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